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Mittwoch, 29. September 2010

Kachelmanns Ex fotografierte seit Jahren ihre blauen Flecke

Werden die Hämatome zu Zeugen der Verteidigung?
Der Fall Kachelmann – welche Rolle spielen die blauen Flecken am Oberschenkel des mutmaßlichen Opfers?

Die Radiomoderatorin Sabine W. (37)Mittwoch, der 21. Juli 2010, Polizeistation Schwetzingen: Es war die fünfte Vernehmung von Sabine W. (Name geändert), die Jörg Kachelmann wegen Vergewaltigung angezeigt hat. Eine Vernehmung, die das Verfahren um den Wettermoderator nach heutigem Wissen in eine völlig neue Richtung bringen könnte.

Auch Thomas Franz, der Anwalt von Sabine W., war an diesem Tag dabei, außerdem Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge aus Mannheim.
Die Polizei legte der 37-Jährigen zwei Fotos vor. Sie waren bei der Auswertung von Sabine W.s Laptop gefunden worden, den die Polizei untersucht hatte. Die digitalen Fotos zeigen Sabine W.s linken Oberschenkel. Auf der Innenseite befindet sich ein etwa 10 mal 10 Zentimeter großes Hämatom. Das Aufnahmedatum: 23. Februar 2009, 9 Uhr 41 morgens. Das zweite Foto wurde 33 Minuten später aufgenommen. Der blaue Fleck hat sich verändert, ist größer geworden.
Nach Informationen von BILD am SONNTAG habe Sabine W. sofort bestätigt, die Fotos gemacht zu haben. Als die Beamten wissen wollten, warum sie die Bilder gemacht habe, habe Sabine W. erklärt, dass sie schon als Kind von den Selbstheilungskräften des Körpers fasziniert gewesen sei. Wenn sie heute einen blauen Fleck habe, würde sie ihn schon mal fotografieren.
Werden die blauen Flecken nun zu Zeugen der Verteidigung? Denn eines ist an den Fotos durchaus brisant: Genau ein Jahr nach den Aufnahmen hat Sabine W. an der gleichen Stelle des Oberschenkels ein Hämatom von ähnlicher Größe und Struktur – und genau das soll ihr Jörg Kachelmann bei der angeblichen Vergewaltigung zugefügt haben.
Die Kachelmann-Verteidiger behauptet nun, dass sich Sabine W. diese Verletzungen selbst zugefügt haben könnte. Im Auftrag der Verteidigung hat Rechtsmediziner Professor Bernd Brinkmann aus Münster am 28. Juni 2010 ein Gutachten über die Fotos aus dem Jahr 2009 erstellt.
Sein Fazit: Sabine W. habe lange vor der angeblichen Tat herausfinden wollen, wie und ob bei entsprechender Einwirkung Hämatome entstehen. Sie habe den zeitlichen Verlauf des Hämatoms beobachten wollen. Die auffällige Strukturierung müsse daran denken lassen, dass ein entsprechend geformtes Werkzeug benutzt worden sein muss.
Diese Fotos, so notiert er, beweisen, dass es bereits ein Jahr vor dem möglichen Tatgeschehen möglich war, ein derart großes Hämatom zu verursachen.
Damit widerspricht der Gutachter einer Kernthese des Gerichtsmediziners Professor Rainer Mattern, der Sabine W. nach der mutmaßlichen Tat im Februar 2010 untersucht hat.
Er schrieb über die blauen Flecke an den Oberschenkeln: die Blutunterlaufungen an der Schenkelinnenseite seien für eine mögliche Selbstverletzung ungewöhnlich intensiv.
Sollte Sabine W. wirklich im Februar 2009 mit ihren blauen Flecken experimentiert haben, wie Gutachter Brinkmann sagt, würde das in die Strategie der Verteidigung sehr gut passen.
Denn spätestens am 8. Februar 2009 muss die Radiomoderatorin geahnt haben, dass sie nicht die einzige Frau im Leben von Jörg Kachelmann ist. An diesem Tag – auch das offenbart die Auswertung ihres Laptops – gibt sie bei Google den Namen einer anderen Kachelmann­Geliebten ein.
Das Brinkmann-Gutachten der Verteidigung könnte also die These untermauern, dass Sabine W. seit Längerem plante, sich an Kachelmann mit einer fingierten Vergewaltigung zu rächen. Am vergangenen Mittwoch, dem vierten Prozesstag, beantragte die Staatsanwaltschaft allerdings, den Gutachter als befangen abzulehnen. Seine Expertise lese sich zu parteiisch.
Der Prozess geht am kommenden Mittwoch mit der Vernehmung des Vaters von Sabine W. weiter, mit einem Urteil wird frühestens im Dezember zu rechnen sein.

Beamtin sagt aus: "Kachelmann-Opfer war "fix und fertig"

Beamtin sagt aus

Mutmaßliches Kachelmann-Opfer war "fix und fertig"

Jörg Kachelmanns Ex-Geliebte hat nach Angabe einer Beamtin eindrucksvoll geschildert, wie sie während der mutmaßlichen Tat unter Todesangst litt.

Swiss meteorologist and TV weather host Joerg Kachelmann sits in the car of his lawyer Andrea Combe as he arrives at the country court in Mannheim for the fifth day of his trial
Foto: REUTERS Tag 5: Jörg Kachelmann auf dem Weg zu seinem fünften Verhandlungstag. Die Kommissarin, die seine Ex-Freundin nach der Tat ins Krankenhaus begleitete, soll aussagen.
Im Vergewaltigungsprozess gegen den Fernsehmoderator Jörg Kachelmann haben die Beamtinnen ausgesagt, die das mutmaßliche Opfer vernommen hatten. „Sie war fix und fertig“, schilderte eine Beamtin.
Auf dem Weg zur Untersuchung in der Klinik habe die 37-Jährige extrem fahl ausgesehen. Kachelmann ist angeklagt, seine langjährige Geliebte mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Er beteuert seine Unschuld.
Die Ex-Geliebte habe sehr eindrucksvoll geschildert, wie sie während der Tat unter Todesangst litt, erzählte die Zeugin. „Sie hat sich auf sich selbst konzentriert und angefangen zu beten, weil sie sich in diesem Moment sicher war, es nicht zu überleben.“ Die Beamtin sagte, sie habe keinen Grund gesehen, der Frau nicht zu glauben.
Einige Wochen später wurde die Frau nochmals vernommen. Dabei, so die Beamtin, sei sie in einer sehr schlechten körperlichen Verfassung gewesen. „Sie war fast nicht fähig, die Treppe hoch zu gehen.“ Sie habe blass und eingefallen gewirkt. „Ihr Körper hat vibriert während der Vernehmung. Sie konnte die Beine nicht still halten und hat die Finger aneinander gewetzt“, schilderte die Polizistin. Kachelmann verfolgte diese Aussage wie meistens ohne sichtbare Regung.
Am Nachmittag soll nochmals die Freundin des 52-jährigen Schweizers vernommen werden, die ihn nach seiner Rückkehr aus Kanada am Flughafen abholte. Sie hatte bereits am dritten Verhandlungstag ausgesagt. Dabei war die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden.

Sonntag, 12. September 2010

Rottweiler zerfleischt Jungen (3)

Zu Besuch bei Ur-Oma. Sie hatte Hund in Pflege

Hund
So ein Rottweiler biss das Kind tot.  
 
Wittenberg - Blutiges Drama in Sachsen-Anhalt: Ein Rottweiler zerfleischte einen Dreijährigen. Jede Hilfe für den Jungen kam zu spät.

Zörnigall, ein beschauliches Dorf rund acht Kilometer von der Lutherstadt Wittenberg entfernt. 900 Einwohner. Hier spielte sich das furchtbare Drama ab. Um 19.26 Uhr am Samstagabend wurde die Polizei alarmiert, ein Hund hätte einen Jungen angefallen.

Als die Beamten rund zehn Minuten später eintrafen, sahen sie auf einem Hof das Kind liegen – überall Blut. Ein Nachbar: „Der Anblick des Jungen war grauenhaft.“

Der Rottweiler-Rüde versuchte, die Polizisten anzugreifen, sprang immer wieder gegen das Eingangstor. Die Polizisten töteten das Tier mit einem gezielten Schuss, um dem Notarzt den Weg zu dem Jungen frei zu machen. Das Kind lag leblos auf dem Boden, der Arzt konnte nur noch den Tod des kleinen Jungen feststellen.

Das Kind war am Wochenende zu Besuch bei seiner Ur-Oma (76) gewesen. Sie betreute zugleich den Rottweiler „Blacky“ und eine Boxer-Hündin eines Familien-Mitglieds. Der zweite Hund wurde von der Polizei ins Tierheim gebracht.

Die genaue Todesursache des Dreijährigen soll jetzt durch eine Obduktion geklärt werden. Die Ur-Oma liegt mit einem schweren Schock im Krankenhaus.

Samstag, 11. September 2010

Religion der Friedens - Moslems wollen Deutschen lynchen – Opfer Steffen Alexander (35) in Schutzhaft

... die Frieden liebende Islam und die nach Rache suchenden Moslems und der Heilige Krieg! Da passt doch was nicht!

Angeblich ist der Islam die »Religion des Friedens«. Und angeblich ist der Ramadan eine ganz besonders friedliche Zeit. Seit mehr als zehn Jahren lebt der deutsche Staatsbürger Steffen Alexander mit seiner indonesischen Frau auf der Insel Lombok. Nun sitzt er im Gefängnis. Er soll den Islam »beleidigt« haben. Er hatte es gewagt, Straftaten von Muslimen nicht einfach so hinzunehmen.


Steffen Alexander hat sich auf der Insel Lombok gut integriert. Das glaubte er bis vor wenigen Tagen. Denn die Einheimischen nennen den schlanken Deutschen, der ihre Landessprache erlernt hat und sie finanziell unterstützt, »Abu-Can Peter«. Er ist innerhalb weniger Tage schon der zweite Ausländer, der von der örtlichen Polizei überraschend in Schutzhaft genommen wurde und nun möglicherweise eine lange Gefängnisstrafe erwartet. Zuerst traf es den 64 Jahre alten Amerikaner Luke Gregory Lloyd, der am 22. August in Kuta/Lombok verhaftet wurde, als er nach Einbruch der Dunkelheit eine Moschee betrat. Der Amerikaner wird nun sechs Jahre (!) im Gefängnis verbringen, weil er die Muslime »beleidigt« hatte. Sein »Verbrechen«? Er hatte vergessen, die Schuhe auszuziehen.
Und nun traf es den Deutschen Steffen Alexander. Hunderte Moslems machten Jagd auf ihn – er musste in den Regenwald fliehen, bis die Polizei ihn verhaftete und in Schutzhaft nahm. Auch ihm droht Gefängnis. Seine Verbrechen? Am Montag, dem 6. September, kam er am Abend in sein Haus in Senggigi/Lombok. Vor dem Haus hatten Vandalen die in seinem Garten aufgestellten Statuen zerstört. Weil man in den dörflichen Regionen von Lombok solchen Vandalismus zuerst einmal mit dem Leiter der örtlichen Moschee bespricht, ging er zur Moschee. Dort beteten gerade die Muslime, aus deren Reihen die Täter stammen mussten. Denn andere Bewohner gibt es in Senggigi nicht. Als der gut integrierte Deutsche die Muslime nach dem Gebet auf den an seinem Eigentum angerichteten Schaden ansprach, steckten sie sein Motorrad in Brand und machten Jagd auf ihn. Er habe den Islam »beleidigt«, weil er im Ramadan als Ungläubiger die Moschee betreten und um Aufklärung einer Straftat gebeten habe. Er floh vor dem aufgebrachten Pöbel in den Wald und kam erst wieder heraus, als die Polizei eintraf. Die verhaftete ihn sofort.
Nicht eine islamische Gruppe setzt sich in Deutschland für die sofortige Freilassung der in den vergangenen Tagen in Indonesien verhafteten Ausländer ein. Nicht ein deutscher Journalist berichtet über den Moslempöbel, der in Indonesien Jagd auf Ausländer macht. Und was machen wir? Wir werden überall dazu aufgefordert, im Ramadan Rücksicht auf Muslime zu nehmen. Ach ja, die Moslems von Senggigi/Lombok haben inzwischen das Haus des Deutschen Steffen Alexander dem Erdboden gleichgemacht. So ist das eben mit der »Religion des Friedens«. Unterdessen gibt es in Deutschland keine Gutmenschen, die Menschenketten für Steffen Alexander bilden. Die zerbrechen sich lieber den Kopf darüber, was man noch alles machen könnte, um Moslems bloß nicht zu »beleidigen«.

Obamas Doppelzüngigkeit: Amerikanische Soldaten müssen christliche Bibeln verbrennen

Brak, hats Dich denn auch beleidigt als der Terry den Koran verbrennen wollte? Wir wissen doch, dass Du Moslem bist!

Sitzen Sie gut? Dann atmen Sie jetzt noch einmal ganz tief durch: Die amerikanische Regierung hat ja gerade erst das Vorhaben einiger Christen, die am 11. September 2010 einen Koran verbrennen wollen, scharf kritisiert. Sowohl Präsident Obama als auch Außenministerin Clinton sprachen davon, dass damit die religiösen Gefühle von Muslimen »beleidigt« werden könnten. Und weltweit stimmen die Medien in diese Beurteilung ein. Das ist die eine Seite. Doch die gleichen Politiker haben allerdings unlängst Bibeln verbrennen lassen. Irgendwie haben das alle inzwischen vergessen.


Die in den USA für den 11. September 2010 geplante Koran-Verbrennung könnte nach den Worten von Präsident Barack Obama zu Selbstmordanschlägen durch Islamisten in Amerika und in Europa führen. Obama verurteilte die Aktion daher ebenso wie Außenministerin Clinton. Am Donnerstag warnte auch ein amerikanischer Bischof in Paris vor den möglichen schwerwiegenden Folgen für die in muslimischen Staaten lebenden christlichen Minderheiten.
Es ist wahrlich interessant, welche Gedanken sich Menschen darüber machen, dass ein brennender Koran Muslime beleidigen könnte. Denn die gleichen Politiker haben im vergangenen Jahr die Verbrennung von Bibeln gut geheißen, der Fall: Amerikanische Christen hatten Bibeln in den afghanischen Landessprachen Pashtu und Urdu drucken lassen und diese nach Afghanistan geschickt. Die amerikanische Armee musste die Bibeln dann beschlagnahmen und auf dem US-Stützpunkt Baghram Air Base in Afghanistan verbrennen, weil alles andere die Afghanen angeblich beleidigt hätte. Das öffentliche Verbrennen der von Amerikanern gespendeten christlichen Bibeln wurde offiziell angeordnet. Es gab nicht den geringsten Protest gegen diese Aktion. Man darf also ungestraft das Verbrennen von Bibeln anordnen. Wir nehmen das hin. Denn Christen sind in dieser Welt schon längst zu Menschen zweiter Klasse geworden. Politiker und Journalisten regen sich nur dann auf, wenn die Religion von Menschen erster Klasse – Muslimen - »beleidigt« wird. Einen Koran darf man nicht ungestraft verbrennen, eine Bibel schon.
Unterdessen hat der amerikanische Pfarrer Terry Jones eingelenkt. Nach Angaben der Deutschen Presse Agentur (DPA) vom heutigen Morgen ist der Geistliche bereit, über die geplante Koran-Verbrennung zu sprechen. Die Veranstaltung sei nicht abgesagt, sondern zunächst ausgesetzt, hieß es.

Erika Steinbach hat recht! Polen hat bereits im März 1939 mobil gemacht.

Erneut entrüsten sich politisch korrekte Gutmenschen und werfen der Präsidentin des Vertriebenenverbandes vor, revisionistische Geschichtsklitterung zu betreiben, weil sie sagte, Polen hätte bereits im März 1939 mobil gemacht. Das entspricht jedoch den geschichtlichen Tatsachen.


»Deutschland hat den Zweiten Weltkrieg begonnen, indem es am 1. September 1939 das unschuldige Polen überfallen hat« – so oder so ähnlich lautet das Credo der politischen Gutmenschen über die »Schuld« Deutschlands. Dabei lassen sie wissentlich und vorsätzlich außer Acht, dass das deutsch-polnische Verhältnis seit 1918 durch die polnischen Aggressionen gegen die volksdeutsche Bevölkerung massiv angespannt war. Sogar andere Länder forderten die polnische Regierung – übrigens ohne Erfolg – dazu auf, ihre Aggressionen gegen die Volksdeutschen zu unterlassen. Dass sowjetische Truppen ohne Kriegserklärung in Polen einmarschiert sind, ist für unsere Gutmenschen gleich gar kein Thema mehr (auch darauf werde ich in einer eigenen Content-Reihe ausführlichst eingehen).
Ich werde mich mit den Vorkriegsursachen, insbesondere mit der Rolle Polens minutiös und u. a. auf Akten und Originaldokumente gestützt in einer neuen geplanten Content-Reihe befassen, die ebenfalls auf KOPP ONLINE erscheinen soll.
In diesem Content möchte ich lediglich auf die Aussage von Frau Steinbach und anderer Vertreter des Vertriebenenverbandes eingehen, Polen hätte bereits im März 1939 mobil gemacht.

Erika Steinbach hat recht

Nach Durchsicht aller Originaldokumente und Akten MUSS jeder seröse Historiker zum Schluss kommen: Erika Steinbach hat recht!
Obwohl die damalige deutsche Regierung erwartete, dass aufgrund mehrerer erfolgter Besprechungen mit Vertretern der polnischen Regierung die Minderheitenfrage und die Frage bezüglich Danzig und dem Korridor einer Regelung zugeführt würde, hatte diese Besprechung die gegenteilige Wirkung.

Als Antwort ordnete Polen am 21. März 1939 eine Teilmobilmachung an (1), die nur gegen Deutschland gerichtet sein konnte. Der britische Premierminister Chamberlain erklärte sogar einige Monate später, genauer am 10. Juli 1939 im Unterhaus, dass diese Teilmobilmachung der polnischen Armee alles andere als geeignet war, günstige Voraussetzungen für weitere Verhandlungen zu schaffen.

Belege für die polnische Teilmobilmachung:

Telegramm von Moltke, dem deutschen Botschafter in Warschau, an das Auswärtige Amt vom 24. März 1939: Er teilt mit, dass in Polen kurzfristig drei bis vier Jahrgänge und Reserveoffiziere technischer Truppen eingezogen werden (2).

Bericht des deutschen Konsuls in Gdingen, Hofmann, an das Auswärtige Amt vom 24. März 1939: Auch er bestätigt die Einberufung von drei Jahrgängen, die direkt vom Arbeitsplatz abberufen wurden. Des Weiteren sei die polnische Kriegsflotte bereits am 23. März 1939 ausgelaufen. Schießübungen der Kriegsschiffe hätten stattgefunden. Vier Kompanien der polnischen Armee seien zudem auf der Halbinsel Hela stationiert worden (3).

Aufzeichnung von Fürst von Bismarck von der Politischen Abteilung des Auswärtigen Amtes in Berlin vom 25. März 1939: Er gibt an, das Oberkommando der Wehrmacht hätte ihm die polnischen Mobilisierungsmaßnahmen mitgeteilt (4).

Die polnische Aggressivität war eine Folge des Garantieversprechens vom 31. März 1939 durch England an Polen. Deutschland hatte guten Grund zu glauben, dass die Teilmobilmachung der polnischen Armee durchaus ernst gemeint war (darauf komme ich weiter unten zurück). Sie verstieß zudem gegen den deutsch-polnischen Vertrag von 1934.

Hintergrund I: Das Deutsche Reich wird zweigeteilt

Durch die Schaffung des Polnischen Korridors (eine Folge des Versailler Vertrages) wurde nicht nur das Selbstbestimmungsrecht der Völker verletzt – ist doch auf diese Weise mehr als eine Million Deutsche unter polnische Herrschaft gekommen –, sondern es wurde darüber hinaus durch die Aufteilung des Staatsgebietes des Deutschen Reiches in zwei völlig voneinander getrennte Territorien ein Zustand geschaffen, der nicht nur jeder wirtschaftlichen Vernunft widersprach, sondern darüber hinaus vom ersten Tage an die Ursache für dauernde Reibungen und Zwischenfälle werden musste.
Tatsächlich ist vom Tage der Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrags an die Forderung nach einer Revision des Vertrags gerade in der Frage des Polnischen Korridors zu keiner Stunde verstummt. Es hat in Deutschland keine Partei und keine Regierung gegeben, die nicht die Notwendigkeit einer Revision des Vertrags vor allem in diesem Punkt anerkannt und verlangt hätte.
Es kann keinem Zweifel unterliegen, dass, wenn schon überhaupt Polen unter allen Umständen einen selbstständigen Zugang zur Ostsee haben sollte, dieses Problem vernünftiger hätte gelöst werden können als durch die Schaffung des sogenannten Korridors und die dadurch bedingte Aufteilung des Deutschen Reiches in zwei völlig voneinander getrennte Gebiete. Ähnliches gilt hinsichtlich des völkerrechtlichen und staatsrechtlichen Statuts des Freistaates Danzig. Es ist nicht notwendig, hier näher auf die Tatsachen einzugehen, die im Laufe der Zeit zu immer größeren Schwierigkeiten geführt haben und am Ende einen Zustand herbeiführten, der eine Änderung der völkerrechtlichen und staatsrechtlichen Stellung dieser rein deutschen Stadt notwendig machte.

Hintergrund II: Polens Terror gegen Deutschstämmige

Tatsache ist ebenfalls, dass im Laufe von zwei Jahrzehnten nicht weniger als etwa eine Million Deutsche gezwungen wurde, ihr Siedlungsgebiet zu verlassen. Zwanzig Jahre lang – zwanzig Jahre – betrieb Polen eine konsequente Entdeutschungspolitik, vor allem in ihren Westgebieten (5).
Im Januar 1939 beurteilte der deutsche Generalkonsul in Thorn die Lage wie folgt:
»Neben den das Deutschtum hier allmählich vernichtenden Maßnahmen der polnischen Behörden gehen Angriffe polnischer Verbände einher. Solche Angriffe werden seitens des berüchtigten Westverbandes in aller Öffentlichkeit gegen deutsche Geschäfte und Handwerker geführt, mit dem Ziel, diese Geschäfte durch Boykottierung zu vernichten.« (6)
Der deutsche Botschafter in Warschau schrieb am 25. Februar 1939:
»Die deutschfeindliche Demonstration vor dem Botschaftsgebäude ist die schärfste Kundgebung, die seit den letzten acht Jahren hier stattgefunden hat. Während einer Viertelstunde wechselten Sprechchöre ab mit Rufen wie ›Nieder mit Hitler!‹, ›Fort mit den deutschen Hunden!‹, ›Es lebe das polnische Danzig!‹« (7)
Im April/Mai (!) 1939 wurden regelmäßig Überfälle und Angriffe auf die deutsche Minderheit in polnisch besetzten Gebieten verzeichnet (8).
Der britische Botschafter Nevile Henderson teilte seiner Regierung am 16. August 1939 mit:
»Wenn ein Waffenstillstand bewahrt werden soll – und dies ist die letzte Hoffnung –, dann muss die Misshandlung der deutschen Minderheiten in Polen beendet werden. Ich wünschte, dass einige englische Zeitungen Korrespondenten dorthin schicken, um sich selbst zu informieren.« (9)
Noch vor – vor dem Krieg wurden polnische Konzentrationslager (10) eingerichtet, worin die deutsche Minderheit eingewiesen werden sollte. Und tatsächlich begann in den ersten Kriegstagen die Verhaftung und Verschleppung von 15 000 Deutschen; mehr als 5000 davon fanden bei den Verschleppungen und örtlichen Massakern den Tod (11).
Genannt werden muss an dieser Stelle auch der »Bromberger Blutsonntag«, bei dem fast 1000 Deutsche verstümmelt wurden. Andere Massenmorde gab es auch in Hohensalza (471 Tote), im Kreis Obornik (215 Tote und Vermisste), im Kreis Kosten (153 Tote) und im Kreis Wreschen mit 96 Opfern. Im Kreis Nieszawa gab es 165 und in Lipno 80 Tote und Vermisste; im Dorf Slonsk wurden 38 Personen getötet, im Kreis Sochaczew 154, in Lodz 97,in Lask 40, in Gostynin 34 (12). Diese Liste ließe sich fortsetzen. Insgesamt wurden fast 5500 Deutsche von Polen bestialisch ermordet (13).
Natürlich begründen politisch korrekte Gutmenschen diese Massaker damit, dass der Volkszorn der »unschuldigen« Polen sich wegen des deutschen Überfalls entladen hätte und diese Massaker dadurch zu erklären seien. Damit schaffen sie wieder einmal nicht nur »Zwei-Klassen-Tote« (Deutsche und andere), sondern ignorieren schlicht die Tatsache, dass die ersten gezielten und geplanten Überfälle von Polen gegen die deutsche Minderheit bereits bis in das Jahr 1921 zurückreichen und sich schon ein halbes Jahr vor Kriegsbeginn häuften. Für eine angebliche »spontane Rache« fehlt hier jegliche Begründung, was auch die Errichtung der KZ für Deutsche schon vor Kriegsbeginn bestätigt.
Ebenso sind die Verhaftungslisten der polnischen Behörden Beleg für eine langfristige Planung. Zusätzlich gebe ich zu bedenken, dass auch polnische Übergriffe mit Toten gegen die ukrainische Minderheit in Ostpolen belegt sind (14), obwohl es zu diesem Zeitpunkt noch keinen sowjetischen Angriff auf Polen gab. Wie wären also diese Opfer zu erklären?

Hintergrund III: Polen war kein »unschuldiger Opferstaat«

Bereits am 29. März 1939 hatte der polnische Botschafter Lukaszkiewicz gegenüber seinem amerikanischen Kollegen über die deutsch-polnischen Gespräche geäußert:
»Das Endziel der Aktionen ist nicht der Friede, sondern die Hervorrufung eines Umsturzes in Deutschland.«(15)
Das musste die deutsche Führung sehr ernst nehmen, denn Polen war in ihren Augen nicht das unschuldige Land, das einer rücksichtslosen deutschen Aggression zum Opfer fiel, sondern im Gegenteil seit Langem eine sehr kriegerische Außenpolitik gegenüber anderen Staaten und auch gegen Deutschland betrieb.
Ich skizziere die einzelnen Punkte:
  • 1. Am 26.12.1918, also vor den Friedensverhandlungen in Versailles, begann die gewaltsame Besetzung des bis dahin deutschen Posener Landes durch polnische Streitkräfte und die Vertreibung der deutschen Verwaltung; später wurde das Posener Land ohne Volksabstimmung Polen zugesprochen.
  • 2. Die Polen versuchten mit Waffengewalt das mehrheitlich deutschbewohnte Gebiet von Westpreußen zu erobern; das mehr als zu 95 Prozent aus Deutschen bestehende Danzig wurde eine »Freie Stadt« und große Teile des restlichen Westpreußens mussten an Polen abgetreten werden.
  • 3. Polen überfiel im Jahre 1919 Ostgalizien, wo eine Westukrainische Volksrepublik ausgerufen worden war, und erhielt am 21.11.1919 von der alliierten Botschafterkonferenz ein 25-jähriges Mandat über das Gebiet, aber bereits am 15.3.1923 die volle Hoheit.
  • 4. Am 26. April 1920 fiel Polen in die von den Sowjets besetzte Ukraine ein.
  • 5. Am 9. Oktober 1919 überfielen polnische Truppen Ostlitauen und eroberten Vilnius.
  • 6. Vor und nach der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 versuchten polnische Streitkräfte das Gebiet zu erobern; deutsche Freikorpskämpfer verhinderten dies.
  • 7. 1920 fielen die Polen in das der Tschechoslowakei zugesprochene Olsa-Gebiet ein.
  • 8. Am 20/21. Oktober 1938 besetzten polnische Streitkräfte sechs slowakische Grenzkreise in den Karpaten.
  • 9. Am 6. März 1933 landeten polnische Truppen auf der zur Freien Stadt Danzig gehörenden Westerplatte – eine Völkerrechtsverletzung.
  • 10. Im August 1939 nahm Polen mehrfach militärische Grenzverletzungen und Beschießungen deutscher Objekte vor. Allein vom 25. bis 31. August 1939 wurden vom deutschen Auswärtigen Amt 43 (!) polnische Grenzüberschreitungen dokumentiert (16), oft mit Schüssen und Todesopfern; deutsche Höfe wurden angezündet, Zollbeamte erschossen und so weiter. Am 23. August wurde sogar ein deutsches Verkehrsflugzeug von polnischer Flak und am 25. August ein deutsches Verkehrsflugzeug von polnischen Kriegsschiffen beschossen.
  • 11. Die Generalmobilmachung in Polen erfolgte am 24. August 1939, wurde aber erst am 29. August 1939 öffentlich zugestellt (17).


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Quellen:

(1) Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof Nürnberg 14. November 1945 – 1. Oktober 1946, veröffentlicht in Nürnberg, Deutschland 1947 (künftig zitiert unter IMT-Protokolle), amtlicher Wortlaut in deutscher Sprache; Sitzung v. 10.4.1946 (IMT-Band 11, S. 231)
(2) Dokument Nr. 204; abgedruckt in: Auswärtiges Amt Nr. 2/1939, Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges, Berlin 1939, S. 189
(3) Dokument Nr. 205; Ebd., S. 190
(4) Dokument Nr. 207; Ebd., S. 19
(5) Vgl. dazu ausführlich: Alfred Kotowski: Polens Politik gegenüber seiner deutschen Minderheit 1919-1939, Wiesbaden 1998; darin liegt auch eine Gesamtauswertung polnischer Quellen und Akten vor; Beispiele: Erste Morde an Deutschen geschahen bereits im Mai und Juni 1921 und am 15.5.1927 gab es ein Pogrom in Rybnik (vgl. dazu auch: Karl Hoefer: Oberschlesien in der Aufstandszeit, Berlin 1938, S. 108; Hans Roos: Die Geschichte der polnischen Nation 1918-1978, Stuttgart 1979, S. 91 und Alfred Bohmann: Menschen und Grenzen, Band 1, Köln 1969, S. 38)
(6) Dok. Ribbentrop 144 (2. Weißbuch, Dok. 140: Der deutsche Generalkonsul in Thorn an das Auswärtige Amt am 2.1.1939)
(7) Dok. Ribbentrop 146 (2. Weißbuch, Dok. Nr. 146)
(8) Alfred M. de Zayas/Walter Rabus: Die Wehrmacht-Untersuchungsstelle. Dokumentation alliierter Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg, München 1979, S. 249ff.
(9) Documents on Foreign Policy 1919-39, Bd. IV, Dok. 37
(10) KZ Bereza-Kartuska (ab 1926); KZ in Brest-Litowsk; KZ Chodzen zwischen Leslau und Kutno (ab 1939)
(11) Vgl. Auswärtiges Amt (Hrsg): Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges, Berlin 1939, S. 10; Peter Aurich: Der deutsch-polnische September 1939, München/Wien 1970, S. 48f., S. 82; Theodor Bierschenk: Die deutsche Volksgruppe in Polen 1934-1939, Kitzingen 1954, S. 319, 348ff., 353; Hans Freiherr von Rosen: Dokumentation der Verschleppung der Deutschen aus Posen-Pommerellen im September 1939, Berlin 1990, S. 19-21
(12) Herder-Institut-Marburg, Zentrum der historischen Ostmitteleuropa-Forschung; Archiv-Datenbank, Bestand 55: »Übersichten über die Zahl der ermordeten Volksdeutschen«; DSHI 100 Bestand 55: »Übersicht über die Zahl der ermordeten Volksdeutschen in den Kreisen der Wojewodschaft Posen«; »Übersichten Wojewoschaften Mittelpolen«
(13) Die Dokumentensammlung des Auswärtigen Amtes »Weißbuch« Nr. 1 ging Ende 1939 von 5437 Toten aus (die NS-Propaganda erhöhte die Zahl später auf 58 000); andere Quellen sprechen von 4332 bis 6300 Toten; als Mindestzahl kann von 3841 Personen ausgegangen werden, wie das Bundesarchiv errechnete (»Die Septemberverluste der Deutschen in Polen«; vgl. dazu auch: Der Kulturwart September 1989/Heft 97, S. 15.; Übersicht zusammengestellt nach Unterlagen des Bundesarchivs in Koblenz); die »Posener Zentralstelle für die Gräber ermordeter Volksdeutscher« enthält dagegen 5495 Karten für Tote und Vermisste (Karol Pospieszalski: Documenta Occupationis, VII, Poznan 1959, S. 70).
(14) Heinz Nawratil: Schwarzbuch der Vertreibung 1945-1948, München 1999, S. 45
(15) 3. Weißbuch, Dokument Nr. 11
(16) Einzeln aufgeführt in: Auswärtiges Amt (Hrsg): Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges, S. 307-311
(17) Vgl. dazu: Auswärtiges Amt (Hrsg): Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges, Berlin 1939; Alfred Schickel: Deutsche und Polen, Bergisch Gladbach 1984; Gotthold Rhode: Geschichte Polens, Darmstadt 1980; Hartmut Boockmann: Ostpreußen und Westpreußen, Berlin 1992

Zündel-Pastor verzichtet auf Koran-Verbrennung

... hätte er doch mal in die Bibel gesehen! Wenn ich den Artikel so lese, dann komme ich zu dem Schluss, dass der Terry Geltungsbedürfnis hat und es geht ihm nicht darum seinen Gott und Erlöser ins Zentrum seines Tun zu stellen, sondern sich selbst. 

Aber der große Fall kommt bestimmt noch, denn dem Demütigem gibt ER Gnade und nicht dem Selbstdarsteller!

Licht-Installation auf Ground Zero: Kerzenwache für die Opfer des Anschlags
Licht-Installation auf Ground Zero: Kerzenwache für die Opfer des Anschlags

Das Verwirrspiel um den islamfeindlichen Prediger Terry Jones geht weiter: Der Pastor fliegt nach New York - und verzichtet offenbar auf die angekündigte Koranverbrennung. Am Ground Zero demonstrierten Tausende Menschen für den Bau der in der Nähe geplanten Moschee.
Gainesville/Washington/New York - Neun Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September gedenken die USA am Samstag der fast 3000 getöteten Menschen. Die Feier wird in diesem Jahr überschattet vom Wirbel um einen US-Pastor, der eine öffentliche Koran-Verbrennung angekündigt hatte und damit weltweit Empörung auslöste. Auch der umstrittene Bau einer Moschee am Ground Zero in New York sorgt für heftige Diskussionen.


Ursprünglich wollte US-Pastor Terry Jones, der einer winzigen Gemeinde radikaler Christen in Florida vorsteht, die Koran-Verbrennung am Jahrestag der Anschläge inszenieren. Das werde nun definitiv nicht stattfinden, sagten sein Sohn und ein Vertrauter. Offen blieb, ob die Aktion später nachgeholt werden soll. Die Pläne hatten weltweit für Empörung gesorgt, in einigen Ländern der muslimischen Welt kam es zu gewalttätigen Protesten.
Der Pastor ist inzwischen nach New York geflogen, um den Imam des geplanten Islamzentrums mit einer Moschee nahe Ground Zero zu treffen. Er hatte behauptet, im Gegenzug für eine Absage der Verbrennung die Zusage erhalten zu haben, dass die Moschee am Ground Zero nicht gebaut werde. Der New Yorker Imam Feisal Abdul Rauf wies dies umgehend zurück.
Am Freitag stellte Jones ihm ein Ultimatum: Binnen zwei Stunden müsse der Imam klären, ob er zu einem Treffen und zu Gesprächen über eine Verlegung des Islamzentrums bereit sei. Er ließ offen, ob er ohne ein solches Treffen die zunächst abgesagte Koranverbrennung am Samstag doch noch abhalten werde.
Allerdings verstrich das Ultimatum, ohne dass der Imam reagierte. Jones flog dennoch nach New York. "Pastor Jones ist nicht mehr in Gainesville", sagte sein Vertrauter K.A. Paul der Nachrichtenagentur AFP. "Er fliegt nach New York. Ich selbst habe ihm das Ticket gekauft und ein Zimmer in New York gebucht." Ob es zu dem Treffen mit dem Imam kommen würde, war aber weiterhin unklar.
Zuvor hatte K.A. Paul beteuert, die Koran-Verbrennung werde nicht stattfinden, ließ aber offen, ob sie möglicherweise später nachgeholt werde. "Ich möchte das klarstellen und zu einhundert Prozent bestätigen, dass es morgen (Samstag) um 18.00 Uhr nicht wie geplant eine Koran-Verbrennung geben wird", sagte er vor Journalisten.

Aufruf zu religiöser Toleranz
US-Präsident Barack Obama hatte Jones zuvor noch einmal eindringlich vor den Folgen einer solchen Tat gewarnt. Drohungen wie die des Pastors gefährdeten US-Truppen im Ausland. Mit deren Sicherheit, so Obama, "spielt man nicht".
Der Präsident rief die Nation zu religiöser Toleranz auf. "Wir befinden uns nicht im Krieg mit dem Islam. Wir befinden uns im Krieg mit Terrororganisationen, die den Islam verfälscht oder das Banner des Islam benutzt haben, um ihre zerstörerischen Aktionen durchzuführen", sagte Obama.
Bereits am Vorabend des 11. Septembers brachten Tausende New Yorker mit einer Kerzenwache ihre Solidarität mit Muslimen zu Ausdruck. Die Kundgebung fand in der Nähe von Ground Zero statt, wo riesige Scheinwerfer die Silhouetten der zerstörten Zwillingstürme des World Trade Centers in den Himmel malten.


"Ich bin für Toleranz und Religionsfreiheit", erklärte Rosalyn Baxandale, eine New Yorker Geschichtsprofessorin, die am Freitagabend an der Kerzenwache im Süden Manhattans teilnahm. Mit Blick auf den Protest gegen das in der Nähe vom Ground Zero geplante muslimische Gemeindezentrum mit Moschee sagte sie: "Intoleranz spielt nur al-Qaida in die Hand". Eine ältere Muslima mit Kopftuch, die nach eigenen Angaben vor 27 Jahren wegen der Religionsfreiheit aus Indien in die USA gekommen war, warnte vor "zu vielen Missverständnissen". "Wir müssen uns zusammensetzen, miteinander reden, uns verstehen lernen". Genau dazu könnte das neue Kulturzentrum der muslimischen Gemeinde von Imam Imam Feisal Abdul Rauf dienen, sagte sie.
Appell von Jones' Tochter
Die in Deutschland lebende Tochter des Pastors, Emma Jones, hält ihren Vater für "verrückt" und meint, er brauche Hilfe. In einem Interview mit "Spiegel Online" sagte sie, ihren Vater in einer E-Mail dazu aufgerufen zu haben, die geplante Koran-Verbrennung aufzugeben. "Ich habe geschrieben: 'Papa, lass das sein!'" Geantwortet habe er nicht. "Ich wünsche mir wirklich, dass er zur Vernunft kommt."