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Samstag, 25. Juni 2011

Deutsche mehrheitlich gegen Geldspritze für Griechenland

Ich sitze heute am Frühstückstisch und durchblätter den Oberlausitz-Kurier. Ein kostenloses Blatt was sich durch Anzeigen refinanziert und mit Werbebeilagen verteilt wird.
In der Ausgabe 25 vom 25.06.2011 lese ich, dass die Mehrheit der Deutschen gegen Hilfen für Grichenland ist. Erstaunt war ich, dass sich
sage und schreibe 77% 
dagegen aussprachen. Überregionale Blätter würden solche Zahlen wohl eher weniger veröffentlichen. Der Leser könnte ja den Eindruck bekommen, dass es da noch jemanden gibt, der genau so denkt wie ich.

Würde die EU wieder frisches Geld nach Griechenland pumpen, so könnte die EU es gleich den Privatbanken überlassen. Das Geld dient für die Finanzierung der Zinsen aus den Schulden.

Da die Finanzspritze wieder nur geborgtes Geld ist, würde die Schuldenlast und damit die Zinslast weiter ansteigen. Griechenland ist heute eigentlich schon zahlungsunfähig und wird durch Neuverschuldung noch am Leben erhalten. Man spricht landläufig in solchen Fällen von Konkursverschleppung.

Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang, dass Josef Ackermann von der Deutschen Bank unserem Finanzminister den Vorschlag gemacht hat sanft umzuschulden. Man nehme Steuergeld, schickt das nach Griechenland und Griechenland bezahlt damit die Zinsen aus den Verbindlichkeiten der Privatbanken. Da absehbar ist, dass Griechenlande dieses Geld nicht zurückzahlen wird, dürfte es auf das Gleiche herauslaufen, als würde man das Geld direkt an die Privatbanken zahlen.

Im beschriebenem Fall dürfte es Griechenland als Verlierer geben, der Verbindlichkeit und Zins aus der Verbindlichkeit nochmals aufstockt und damit tiefer in der Kreide steht als je zuvor. Aber was ist schon der Unterschied zwischen tod und mausetod?

Der dümmere Dumme ist der Steuerzahler, der sein GEBOBRGTES Geld nie wieder sieht und  jetzt dafür gerade stehen soll. Gewinner die Privatbanken, die für die Anleihen jetzt Cash sehen.

Klasse Herr Ackermann! Danke Frau BuKa Merkel, dass Sie uns verscherbeln und zu Sklaven der Finanzindustrie machen!

Freitag, 24. Juni 2011

Die Zentralbanken sind bankrott

Eigentlich bin ich es leid jede Woche einen neuen Tiefkursrekord des Euro gegenüber den Franken zu vermelden. Dieser ständige Absturz geht schon seit Jahren so, aber es scheint nur wenige im Euro-Raum zu stören, dass ihre Währung massiv an Kaufkraft verliert. Alleine in den letzten drei Jahren fast 27 Prozent. Gestern fiel der Euro auf sagenhafte 1,1856 Franken und aktuell liegt der Kurs knapp über 1,19. Die Märket haben kein Vertrauen in den Euro und verkaufen diesen wie es nur geht. Gleichzeitig ist den Investoren klar, die Zentralbanken sind völlig bankrott und damit handlungsunfähig. Noch eine Rettung können sie nicht mehr stemmen. Das Spiel ist aus, „Rien ne va plus!“

Vor zwei Jahren haben die Zentralbanken noch die Grossbanken retten müssen. Nun geraten die Notenbanken selber ins Wanken. Allen voran die Schweizer Nationalbank (SNB) und die Europäische Zentralbank (EZB), aber auch die Federal Reserve (Fed). Wenn man ihre Bilanzen anschaut, dann würden sie ihre eigenen Kapitalvorschriften für Grossbanken nicht mehr einhalten können. Sie sind völlig unterkapitalisiert. Die SNB hat eine Eigenkapitalquote von nur noch 8,4 Prozent und die EZB lächerliche 4,3 Prozent!

Die Eurokrise hat die Stabilität der SNB infrage gestellt. Der Grund: Die Devisenreserven bescheren der SNB Milliardenverluste. 2010 versuchte die SNB mit hunderten Milliarden den Euro zu stützen. Erreicht hat sie gar nichts damit, denn der Kurs fiel und fiel weiter. Ich hatte vor einem Jahr schon gewarnt, diese Stützungsversuche sind sinnlos, denn man kann nicht gegen den Markt was ausrichten, wenn dieser kein Vertrauen mehr in den Euro hat. Die SNB hat sich damit nur einen gigantischen Kursverlust von über 20 Milliarden Franken eingefahren und dieses Jahr sieht es noch viel schlimmer aus.

Allein seit Ende März, dem letzten Quartalsabschluss, haben die Schwäche des Euro und des Dollar sowie Auszahlungen an Bund und Kantone dazu geführt, dass sich das Eigenkapital (EK) der Nationalbank von damals 44 Milliarden Franken halbiert hat. Damit sank die Eigenkapitalquote auf 8,4 Prozent, und das Verhältnis von eigenen Mitteln zur Bilanzsumme (Leverage Ratio) beträgt knapp 12. Verglichen mit einer grundsoliden Bilanz mit einem EK von über 50 Prozent, wie sie die SNB noch vor zwei Jahren hatte, wird es ungemütlich, und eine UBS-Rettungsübung wie vor zwei Jahren wäre kaum mehr möglich.

Die EZB ist in einem noch schlimmeren Zustand. Was bei der SNB die Devisenreserven sind, das sind bei der EZB die Kredite und die Staatsanleihen der sogenannten PIIGS-Staaten. Für nicht weniger als 444 Milliarden Euro hat die EZB solche wertlosen Giftpapiere in ihren Büchern. Darum wehrt sie sich auch standhaft gegen jeglichen Schuldenerlass für die Griechen und in der Folge für die anderen Staaten, denn der würde zur Pleite der EZB führen, was sie faktisch eh schon ist. Bei einem sogenannter Haircut würde sie einen Grossteil der Schuldscheine abschreiben müssen und wäre bankrott.

Was hier passiert ist tatsächlich eine Konkursverschleppung, denn die Situation ist aussichtslos. Jeder Unternehmer der so etwas mit seiner Firma macht, würde schwer bestraft oder hinter Gittern laden.

Bei der Federal Reserve sieht es noch viel schlimmer aus, es spottet jeder Beschreibung. Am Donnerstag gab die Fed bekannt, ihre Bilanzsumme wäre auf einen Rekord von 2,86 Billionen Dollar angewachsen. Ja, das sind 2860 Milliarden! Die Bilanz der Fed steigt stetig jede Woche, während sie ihren Plan verfolgt, die 600 Milliarden an Treasury Notes bis Ende Juni aufzukaufen. Dieses Kaufprogramm genannt Quantitive Easing 2 oder QE2 soll die Finanzkrise lindern und die langfristigen Zinsen niedrig halten.

Im Jahre 2007 vor der Finanzkrise waren die Verbindlichkeiten der Fed nur 870 Milliarden Dollar. Der Bestand an Schuldscheinen des US-Schatzamtes sind aber mittlerweile auf 1,6 Billionen Dollar gestiegen. Und die mit Hypotheken gesicherten Schrottpapiere sind auf knapp unter 1 Billion Dollar angewachsen. Auch hier, wenn man eine realistische Bewertung vornehmen würde, müsste man einen Grossteil der Papiere abschreiben und die Fed wäre dann völlig unterkapitalisiert und pleite.

Wir sehen, die Zentralbanken sind bankrott, handlungsunfähig und erledigt. Die „Gelddruckerei“ bewirkt nur eine massive Inflation und damit Teuerung. Realistisch liegt diese in den USA und EU mindestens bei 10 Prozent, wenn nicht viel höher. Die offiziellen Statistiken sind doch manipuliert und gefälscht.

Die SNB kann nichts unternehmen, um etwas gegen den starken Franken auszurichten, denn es handelt sich um eine Dollar- und Euro-Schwäche. Das wird für die Schweiz erhebliche negative wirtschaftliche Folgen haben. Wie mir von Unternehmen mitgeteilt wird, brechen die Aufträge bereits massiv ein. Die Schweizer Exportindustrie und auch der Tourismus sehen harte Zeiten entgegen. Man wird sich ab Herbst auch in der Schweiz auf Kurzarbeit, Entlassungen und steigender Arbeitslosigkeit einstellen müssen.

WWF – Der Pakt mit dem Panda

WWF – Der Pakt mit dem Panda

Leider sieht man viel zu selten Dokumentarfilme in den Öffentlichen Rechtlichen Rundfunkanstalten, welche eine derart tiefgreifende organisierte Struktur von Korruption, Lug, Betrug und Schädigung von Mensch und Natur offenbaren!
Die Unterlassungsklage, sowie Stellungnahme des WWF, zeigen letztendlich nur, welches heiße Eisen hier aufgegriffen wurde!
Die SZ sprach in einem Beitrag „WWF und die Industrie – der Pakt mit dem Panda“ vom 22.06.2011 über den Dokumentarfilm von Wilfried Huismann.
Mich überraschte es, dass in dem Artikel die folgende Überschrift auftauchte „Der geheime „Club der 1001″, denn hier kommen wir den wahren Urhebern und den Interessen, welche jene „Wohltäter“ vertreten, immer näher.
Ein Verweis auf einen exzellenten Beitrag unserer Schweizer Nachbarn:
Der WWF und seine Gründer – was Eliten unter Umweltschutz verstehen
Am 11. September 1961 wurde der Verein von Leuten aus dem Eliteclub „1001 Club“ finanziert und gegründet. Die Geschichte über die WWF-Erschaffer ist eine, die die Organisation lieber im Hintergrund lassen möchte. Dies hat gute Gründe, denn es gibt unschöne Verbindungen zu den Bilderberg-Konferenzen, Eugenik, Grosswildjagden, Schmiergeldaffären und sogar zum Nationalsozialismus, welche dem Ruf des gemeinnützigen Vereins geschadet haben. Doch wie gemeinnützig kann ein Verein sein, deren Präsidenten solche Aktivitäten verfolgen? Tatsächlich scheint die Rufschädigung des WWF’s nicht ganz unbegründet, denn Vorwürfe erhärten sich auch um die Aktivitäten des Vereins selbst – wegen Verwicklungen in Korruption, verdeckte Kriegsführung und der  Abholzung des kongolesischen Regenwaldes. Hat die Mentalität der Gründer den Verein derartig geprägt? Wearechange.ch recherchierte. weiterlesen
Videobeschreibung: Eine mutige WDR/SWR-Produktion über die Machenschaften des World Wildlife Fund

Letzte öffentliche Ausstrahlung 22.06.2011 23.30 ARD : Monsanto und die dunkle Seite des WWF http://www.sueddeutsche.de/wissen/wdr-recherchen-ueber-den-world-wide-fund-fo… (Wdhlg 24.06 21Uhr EinsExtra)
Stellungnahme des WWF: http://www.wwf.de/themen/huismann-kritik-pakt-mit-dem-panda-faktencheck/
Was uns der WWF verschweigt
Film von Wilfried Huismann

Der WWF gilt als größte Umweltschutzorganisation der Welt. Fast grenzenlos ist das Vertrauen in seine grünen Projekte. Mit aufrüttelnden Kampagnen zielt der WWF direkt auf das gute Gewissen der Spender – alle sollen sich beteiligen wenn aussterbende Arten geschützt und das Klima oder der Regenwald gerettet werden.
Vor 50 Jahren wurde der WWF gegründet – am 11. September 1961. Heute ist der WWF die einflussreichste Lobbyorganisation für die Umwelt – weltweit. Dank bester Kontakte zur Politik und zur Industrie. Eine ständige Gratwanderung zwischen Engagement und Käuflichkeit. Ein ganzes Jahr arbeitete der Dokumentarfilmer Wilfried Huismann an einem Film, der das grüne Bild des WWF entzaubern wird. Hinter der Öko-Fassade entdeckte der Autor während seiner Dreharbeiten weltweit Geschichten voller Sprengkraft.
Die Dokumentation will die Geheimnisse des WWF ergründen. Sie wird zur einer Reise ins Herz des grünen Empire und sie erschüttert den Glauben an den Panda.
Eine CoProduktion von WDR und SWR
Die in der ursprünglichen Pressemeldung vom 11. Mai 2011 enthaltene Aussage, wonach das ARD-Team auf Borneo (Indonesien) „kein einziges Organ-Utan Schutzprojekt des WWF“ gefunden hat, halten wir nicht aufrecht. Gleiches gilt für die Formulierung: „Der WWF nimmt Geld von den Unternehmen und verschafft ihm das Gütesiegel für nachhaltige Produktionen“, soweit dadurch der Eindruck erweckt wird, das Unternehmen würde gegen Geldzahlung ein WWF-Gütesiegel für nachhaltige Produktionen erhalten. Hierzu haben wir uns auch gegenüber WWF Deutschland zur Unterlassung verpflichtet.

Sonntag, 5. Juni 2011

So simsen und telefonieren Sie gratis

So simsen und telefonieren Sie gratis

Martin Eisenlauer
Wo kann man hier günstig telefonieren? Tech-Freak Martin Eisenlauer fragt seinen Telefonjoker
Foto: Christoph Michaelis
04.06.2011 — 22:52 Uhr
Martin Eisenlauer über unseren alltäglichen digitalen Wahnsinn
Wer früher von unterwegs telefonieren wollte, brauchte dazu das passende Kleingeld. Ohne Münzen konnte man in Telefonzellen bestenfalls Notrufe absetzen. Wer heute ganz ohne Klein- oder Großgeld telefonieren will, sollte zunächst mal ein Smartphone besitzen.
Denn praktisch alle dieser schlauen Handys werden mit Internet-Flatrate verkauft und die Idee liegt nahe, die Datenübertragung nicht nur zum Surfen und Mailen, sondern auch für Gratis-Kurzmitteilungen und Gespräche zu nutzen. Zusätzlich zum Smartphone benötigt man passende Apps.
Bevor wir zu diesen Programmen kommen, muss ich aber das „Kleingedruckte“, also zwei Einschränkungen der Gratis-Apps, unterbringen. Erstens: Sie sind meist nur mit sich selbst kompatibel. Heißt: Um sie nutzen zu können, müssen Sender und Empfänger (bzw. beide Gesprächspartner) die App installiert haben. Zweitens: Ich kann sie mit gutem Gewissen nur für den Gebrauch im Inland empfehlen. Im Ausland ist die mobile Übertragung von Daten extrem teuer.
Hier sparen die Spar-Apps nur, wenn man in einem WLAN-Netz ist oder eine Auslands-Flatrate für die Datenübertragung gebucht hat. Außerdem darf man bei der Telekom und Vodafone die Gratis-Telefonier-Apps nur nutzen, wenn man einen Tarif hat, in dem „VoIP-Nutzung“ enthalten ist.
Doch jetzt schenke ich mir weitere Einschübe und komme zu meinen fünf liebsten Spar-Apps:
Whats App
WhatsApp (für iPhone, Android, Blackberry und Symbian)
Das Programm verschickt SMS- und MMS-ähnliche Nachrichten gratis an alle WhatsApp-Nutzer. Daneben kann man über Whats-App auch noch chatten und seinen Kontakten Status-Updates übermitteln. Die App kostet im iTunes-Store 79 Cent, für alle anderen Handyplattformen wie Android ist sie gratis. Allerdings nur fürs erste Jahr. So soll die App unter Android nach einem Jahr knapp zwei US-Dollar für das nächste Jahr kosten.
My SMS
mySMS (für iPhone und Android)
Die App geht einen Schritt weiter als WhatsApp, ersetzt unter Android sogar das mitgelieferte „Nachrichten“-Programm. Auch hier werden SMS und MMS an andere Nutzer der App gratis verschickt. Will man eine Nachricht an Nicht-mySMSer schicken, geht das weltweit für einheitlich 8 Cent pro Nachricht. Alternativ kann man aus dem Programm heraus aber auch SMS zum normalen Netz-Tarif verschicken (das lohnt sich beispielsweise, wenn der Mobilfunktarif Frei-SMS enthält). Die App selbst ist gratis.
Sipgate App
sipgate (für iPhone, iPad und Android)
Sipgate ist ein Internet-Telefonie-Anbieter (VoIP), dessen Kunden vor allem Internet-Nutzer sind, die den Dienst zu Hause als Ersatz oder als Erweiterung fürs Festnetz-Telefon nutzen. Mit den kostenlosen Apps fürs Smartphone kann man auch unterwegs mit allen sipgate-Kunden gratis telefonieren, bleibt unter der Sipgate-Nummer für andere zum Festnetz-Tarif erreichbar. Telefonate zu Nicht-sipgate-Nutzern sind auch möglich, kosten ab 1 Cent/Min. ins Festnetz, 9,9 Cent/Min. in Mobilfunknetze. Außerdem kann man über die App Fotos aus dem Handy-Album als Fax verschicken.
Skype (für iPhone, Android und Symbian)
Die kostenlos erhältliche App ermöglicht nicht nur Gratis-Gespräche mit anderen Skype-Nutzern, sondern auch den Versand von SMS-ähnlichen Nachrichten und sogar Video-Telefonate. Weniger attraktiv sind Anrufe an Nicht-Skyper: Die kosten 2,2 Cent/Min. plus einmalig 4,5 Cent pro Gespräch ins Festnetz und sogar 23,6 Cent/Min. plus einmalig 9,1 Cent zu Handys. Wie die sipgate-App kann auch Skype Fotos vom Handy aus faxen.

Fring (für iPhone, Android und Symbian)
Fring bietet im Großen und Ganzen die gleichen Funktionen wie Skype, hat aber zwei wesentliche Vorteile: Bei Videotelefonaten können bis zu fünf Teilnehmer eine Videokonferenz führen. Außerdem kann die Fring-App andere Messenger (ICQ, AIM, MSN Live, Google Talk, Yahoo) und soziale Netzwerke (Twitter, Facebook) einbinden und deren Funktionen nutzen bzw. Updates aus den Diensten in der App anzeigen. Leider klappt das nicht immer ganz reibungslos. Gelegentlich werden Informationen nicht ordentlich angezeigt, manchmal kann man einzelne Funktionen der Dienste und Netze nicht nutzen und ganz selten stürzt sogar die App komplett ab.
Deshalb eignet sich Fring eher für Tech-Freaks, die digitales Leid gewohnt sind, als für Laien, die günstig telefonieren und simsen wollen. Festnetz-Anrufe zu Nicht-Fring-Nutzern kosten 0,7 Cent/Min., Telefonate ins Handynetz 7,6 Cent/Min.

Frau vergewaltigt und eingemauert

Frau vergewaltigt und eingemauert: 44 Jahre Haft

04.06.2011, 13:56
Frau vergewaltigt und eingemauert: 44 Jahre Haft (Bild: AP)
Ein Labortechniker ist in den USA zu 44 Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er an der Eliteuniversität Yale eine Studentin vergewaltigt, getötet und eingemauert hatte. Der 26-jährige Angeklagte Raymond Clark entging laut dem Richterspruch vom Freitag nur deshalb der Todesstrafe, weil er seine Schuld vor Gericht zugegeben hatte.
Seit dem 8. September 2009 war die Yale- Studentin Annie Le vermisst worden. An jenem Dienstag hatten insgesamt 75 Überwachungskameras festgehalten, wie die 24- Jährige ein Laborgebäude an der Elite- Uni betrat. Danach war sie aber nicht mehr gesehen worden. Am Sonntag darauf wurde ihre Leiche in der hohlen Wand des Gebäudes entdeckt, durch die die Leitungen der Laboreinrichtungen führen.
Besonders tragisch: An jenem Sonntag wollte Annie Le eigentlich einen Kommilitonen heiraten. Die Beamten überbrachten dem Bräutigam die Todesnachricht zu dem Zeitpunkt, an dem das Paar die Hochzeitstorte angeschnitten hätte.

Motiv weiterhin rätselhaft

Warum Clark die junge Frau umgebracht hat, ist nach wie vor nicht wirklich klar. Der Täter kümmerte sich in dem Labor, in dem sein Opfer forschte, um die Ratten und Mäuse. Er soll sich immer wieder über den seiner Meinung nach brutalen Umgang Les mit den Laborratten aufgeregt haben.
Der 26- Jährige machte sich bei Studenten und Ermittlern durch sein auffälliges Verhalten nach der Tat verdächtig und wurde schließlich durch DNA- Spuren überführt.
Am Freitag ergriff er das erste Mal das Wort im Gerichtssaal und sagte: "Ich bin tief traurig, dass ich dem Leben von Annie ein Ende bereitet habe."

Ach Europa - Griechenland ist pleite.

Ach Europa

Griechenland ist pleite. Das ist die nackte Wahrheit. Die „Rettung“ mit beinahe 170 Milliarden Euro ist kein Akt der europäischen Solidarität. Das Gegenteil ist der Fall. So wird Europa wirklich zerbröseln.

05. Juni 2011 
Griechenland ist pleite. Das ist keine üble Nachrede, sondern die nackte Wahrheit. Trotzdem bekommt das Land jetzt sogar noch mehr Geld von der EU und vom Internationalen Währungsfonds (insgesamt wohl 170 Milliarden Euro), welches genauso versickern wird wie die 50 Milliarden Euro, die bislang schon geflossen sind.
Dass die sogenannten Prüfer der internationalen Organisationen Griechenland die „Tragfähigkeit“ seiner Schulden attestieren, ist mehr als kreative Buchführung. Doch mit der Wahrheit hat man es im Fall Griechenland noch nie so genau genommen, nicht erst seit der luxemburgische Ministerpräsident die Lüge zum Zweck der Marktberuhigung für moralisch zulässig erklärte.
Das Wort von der „Konkursverschleppung“ (Peter Gauweiler) trifft den Punkt - und es trifft jene, die uns immer noch weismachen wollen, die „Rettung“ sei ein Akt der europäischen Solidarität. Das Gegenteil ist der Fall: Wenn man Europa (und die vielbeschworene europäische Idee seiner Gründungsväter) wirklich langfristig zerbröseln will, dann haben seine Politiker den richtigen Weg eingeschlagen. Verträge werden gebrochen, nationale Parlamente (der Geber- wie der Nehmerländer) werden entmachtet, und die Steuerbürger müssen mit ansehen, was völlig unkontrolliert mit ihrem Geld alles angestellt wird.
„Was nur treiben unsere weithin unbekannten Vormünder hinter verspiegelten Fassaden, meist verschlossenen Türen und mit einer höchst fragwürdigen Legitimation?“, fragt zornig der 81 Jahre alte Hans Magnus Enzensberger, ein großer Deutscher und ein großer Europäer. Der paneuropäische Haftungsverbund ist das Übel. Es ist höchste Zeit, dass jetzt jene zur Haftung genötigt werden, die das Staatskreditgeschäft eingegangen sind: der griechische Staat und die privaten Gläubigerbanken.

Donnerstag, 26. Mai 2011

Missbrauch in Afghanistan

Missbrauch in Afghanistan

Die Tanzknaben vom Hindukusch

In Afghanistan halten sich einflussreiche Männer Jungs im Alter zwischen elf und sechzehn Jahren zum erotischen Zeitvertreib. Die UN wollen dagegen vorgehen. Doch das „Knabenspiel“ hat Tradition.

Von Friederike Böge, Kabul
Zerstörtes Leben: Ein ehemaliger Tanzknabe raucht HeroinZerstörtes Leben: Ein ehemaliger Tanzknabe raucht Heroin
23. Mai 2011 
Die Party soll in einem Industriegebiet am Stadtrand von Kabul stattfinden. Kurz nach 22 Uhr hält der Wagen vor einer unbeleuchteten Hofeinfahrt. Ein Schäferhund springt bellend gegen das Gatter. Der Gastgeber, ein rundlicher Mann, trägt eine grüne Uniform, an der Brust allerlei Abzeichen. Er ist der Polizeichef in einem Distrikt zwei Autostunden nördlich von Kabul, seinen Namen möchte er nicht in der Zeitung lesen. Zusammen mit einem Dutzend seiner Männer hat er es sich zwischen Computern und Büromöbeln bequem gemacht. Es gibt Wodka aus Kaffeebechern, geraucht wird Haschisch.
Der Polizeichef hat einen Jungen mitgebracht, auch er in Polizeiuniform. Er ist vielleicht 16 Jahre alt, mit auffällig weichen Gesichtszügen. Und er ist einer der Tanzknaben des rundlichen Mannes. „Setz dich“, befiehlt er ihm. Der Junge gehorcht. Er nimmt aber nicht auf einem der Sofas Platz, sondern rollt sich zu Füßen des Polizeichefs zusammen - wie ein Hund. Dann streicht er sich affektiert mit der einen Hand die Haare glatt. In der anderen hält er eine Maschinenpistole. Die braucht er, denn er ist auch der Leibwächter des Polizeichefs. An diesem Abend hätte er sich ein Kleid überstreifen und mit Rasseln an Händen und Füßen für seinen Chef und dessen Gäste tanzen sollen. Weil der Lautenspieler kurzfristig abgesagt hat, fällt sein Tanz aber aus.
Betteln um Almosen: ein davongelaufener Junge auf den Straßen von KabulBetteln um Almosen: ein davongelaufener Junge auf den Straßen von Kabul
Dafür gibt es dann Filmchen zu sehen, die der Polizeichef auf seinem Smartphone gespeichert hat. Jungen tanzen in einem Raum, umgeben von johlenden Männern. Sie zucken aufreizend mit Schultern und Hüften, werfen der Kamera Kusshände zu. Geldscheine rieseln auf ihre Köpfe nieder. Der Polizeichef zeigt auch zwei Filme mit tanzenden pakistanischen Huren. Die Jungen seien ihm aber lieber, sagt er und prahlt: „Ich habe fünf Jungen. Sie sind wie Ehefrauen für mich.“

„Vergewaltigung ist niemals Teil irgendeiner Kultur“

„Bacha Bazi“ heißt übersetzt Knabenspiel. Es ist ein archaisches Tun, das in Afghanistan und anderen Ländern der Region seit Jahrhunderten verbreitet ist. Reiche Männer halten sich dabei Jungen im Alter zwischen elf und sechzehn Jahren, die nicht nur für sie tanzen, sondern sie auch zu gesellschaftlichen Anlässen begleiten. In vielen Fällen kommt es zu sexuellen Handlungen. Wenn ihre Herren zufrieden sind mit den Diensten, bekommen die meist aus bitterarmen Familien stammenden Knaben Geld und teure Geschenke. Der Bacha Baz, der Knabenspieler, trägt so seine finanzielle Potenz zur Schau, und wenn sein Tanzknabe noch gut aussieht oder gut tanzt, steigt sein Ansehen noch mehr.

Die Versuche, diesen Kindesmissbrauch zu bekämpfen, sind so alt wie die Anfänge des modernen afghanischen Staates. Da die meisten Knabenspieler einflussreiche Männer sind, war das nie sonderlich erfolgreich. Die Vereinten Nationen (UN) haben dennoch einen neuen Versuch unternommen. Die UN-Sondergesandte für Kinder in bewaffneten Konflikten, Radhika Coomaraswamy, hat die afghanische Polizei auf eine schwarze Liste gesetzt. Auf ihr sind Kriegsparteien verzeichnet, die Kinder rekrutieren oder sexuell missbrauchen. In Coomaraswamys Jahresbericht 2010 werden die vom Westen unterstützten afghanischen Sicherheitskräfte nun in einem Atemzug mit Al Qaida im Irak und der obskuren Lord's Resistance Army in Uganda genannt. Das ist zwar peinlich für die Regierung in Kabul, aber weil die UN nur von der „Rekrutierung Minderjähriger“ sprechen und nicht von systematischem Kindesmissbrauch durch die afghanischen Sicherheitskräfte, kann Präsident Hamid Karzai sein Gesicht wahren. Im Kleingedruckten des Berichts herrscht aber doch Klarheit: „Manche Kommandeure auf Distriktebene umgehen den formalen Rekrutierungsprozess und heuern Jungen an, darunter auch für sexuelle Zwecke.“
„Vergewaltigung ist niemals Teil irgendeiner Kultur“, sagt Dee Brillenburg Wurth, zuständig für den Schutz von Kindern bei der UN-Mission in Afghanistan. Es sei eine Folge des Krieges, dass bestimmte Formen des Missbrauchs am Hindukusch besonders verbreitet seien. „Der Krieg verstärkt die Übel, die es überall gibt.“ Ende Januar hat die Regierung in Kabul sich mit den UN auf einen Aktionsplan geeinigt. Mit dessen Hilfe sollen die Rekrutierung von Minderjährigen und deren sexueller Missbrauch verhindert werden. Kabul verpflichtet sich, den UN-Inspekteuren freien Zugang zu allen Polizeistationen zu gewähren, auch unangemeldet. Täter sollen vor Gericht gestellt werden können.

Er galt als besonders prestigeträchtig

Dee Brillenburg Wurth ist für den Schutz von Kindern bei der UN-Mission in Afghanistan zuständig. Drei Tage nach der Vereinbarung des Aktionsplanes reiste sie in die entlegene Provinz Urusgan. „Dort wusste jeder von dem Aktionsplan“, sagt sie. Der Führer einer Stammesmiliz habe ihr berichtet, dass er sieben minderjährige Kämpfer nach Hause geschickt habe, ein lokaler Polizeichef habe ihr versichert, dass der Teejunge mit den kindlichen Gesichtszügen tatsächlich schon 22 Jahre alt sei. Frau Wurth glaubt, dass die Regierung es ernst meint, an schnelle Erfolge glaubt sie aber nicht. Die Opfer müssten um ihr Leben fürchten, wenn sie ihre Peiniger anzeigten. „Solange es kein Reintegrationsprogramm für diese Kinder gibt, können wir ihren Schutz nicht sicherstellen.“
Männergesellschaft: Ein Bacha Bazi in KabulMännergesellschaft: Ein Bacha Bazi in Kabul
Die Mühlen der afghanischen Justiz mahlen langsam. Das musste auch der ehemalige Staatsanwalt von Kundus, Hafizullah Khaliqyar, erleben, der das System der Bacha Bazi bekämpften wollte. Vor zwei Jahren veranlasste er zahlreiche Razzien. Dabei ließ er auch den Musiker Feruz Kunduzi festnehmen, der mit illegalen Bacha-Bazi-Videos berühmt geworden ist. Der Lautenspieler verkehrt in höchsten gesellschaftlichen Kreisen. Für saftige Gagen spielt er auf Bacha-Bazi-Partys. Er blieb nicht lange im Gefängnis. Einflussreiche Männer wie Maulana Saidkhili, der inzwischen ermordete Polizeichef von Kundus, Khalil Andarabi, der Polizeichef der Provinz Fariyab, und der afghanische Vizepräsident, Mohammad Qasim Fahim, machten sich für ihn stark. Wenig später war Staatsanwalt Khaliqyar seinen Posten los. „Dieser Fall ist der Grund, warum ich noch immer keinen Job habe“, sagt er.
Wenn überhaupt einmal gegen das System der Bacha Bazi vorgegangen wird, dann trifft es meistens nur die Knaben, nie ihre Peiniger. Einem Bericht der afghanischen Menschenrechtskommission zufolge verbüßen zwölf Prozent der männlichen Insassen von Jugendgefängnissen eine Strafe wegen Homosexualität oder Ehebruchs, keiner von ihnen ist älter als dreizehn Jahre. Im Jugendgefängnis von Kundus saß bis vor kurzem ein Tanzknabe ein, der von zwei rivalisierenden Milizchefs begehrt wurde. Er galt als besonders prestigeträchtig. Der Streit eskalierte, zwei Kämpfer wurden getötet. Das brachte dem Jungen eine Haftstrafe von sechs Jahren ein. Er sei schließlich der Grund für den Mord gewesen, hieß es.

Im Krieg wurden viele Jungen entführt

Objekt der Begierde: Ein bartloser Junge in FrauenkleidernObjekt der Begierde: Ein bartloser Junge in Frauenkleidern
Solche tödlich verlaufenden Eifersuchtsdramen gibt es immer wieder in Afghanistan, auch weil es den Knaben immer wieder gelingt, mehrere Knabenspieler gegeneinander auszuspielen. Die Sozialwissenschaftlerin Ingeborg Baldauf hat das in den siebziger Jahren am Beispiel der usbekischen Minderheit in Afghanistan untersucht. „Ein Bacha erpresst seinen Aka stets mehr oder weniger deutlich mit der Drohung, er werde ihn verlassen“, schreibt sie. Als Gründe für die Knabenliebe gelten ihr die strikte Geschlechtertrennung und der geringe Wert von Mädchen in der patriarchalischen islamischen Gesellschaft. Baldauf schätzte, dass ein Drittel der usbekischen Männer im Laufe ihres Lebens an Bacha Bazi beteiligt waren. Vor dem Krieg gegen die Sowjetunion war es üblich, dass der Vater eines Tanzknaben um Einverständnis gefragt werden musste. Im Krieg jedoch wurden viele Jungen entführt, die Mudschahedin-Kämpfer nahmen sich ihre Bachas mit Gewalt, und Knabentanz entwickelte sich zu einem beliebten Zeitvertreib für Krieger, die ihre Familien über viele Monate nicht zu Gesicht bekamen. Die Mudschahedin von damals sind heute afghanische Polizisten.
Der Legende nach waren es die Taliban, die dem Treiben zwischenzeitlich ein Ende setzten. Der frühere Taliban-Botschafter Mullah Zaeef schreibt in seinen Memoiren, erst nach der Eroberung von Kandahar durch die Islamisten sei „die alte Gewohnheit, sich Jungen zu halten und Ehebruch zu begehen“, beendet worden. In den schriftlichen Verhaltensregeln für ihre Kämpfer halten die Taliban bis heute fest, dass sie keine Jungen ohne Bart in ihre Quartiere mitnehmen dürfen. Den Islamisten geht es freilich weniger um den Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch, sondern um das Verbot von Homosexualität, die während des Talibanregimes mit dem Tode bestraft wurde.
Traurige Existenz: Sie müssen alles tun, was ihr Herr von ihnen verlangtTraurige Existenz: Sie müssen alles tun, was ihr Herr von ihnen verlangt
Obwohl fester Bestandteil der Kultur, gilt Bacha Bazi als unislamisch. Das bereitet selbst einigen Beteiligten Gewissensnöte. „Ich habe meinem Kommandeur schon oft gesagt, dass man wegen des Bachas im Dorf schlecht über ihn redet“, sagt Sayed Nurullah, der Leibwächter eines Milizchefs in Kundus. „Der Kommandeur sagt, dass er die Soldaten bei Laune halten muss, damit sie das Dorf beschützen.“ Ohne den Tanzknaben würden weniger Kämpfer bei ihm anheuern, vermutet Nurullah. Der Bacha, ein elf Jahre alter Junge, sei von sich aus gekommen, sagt der Leibwächter, so wie sich schon viele Jungen aus mittellosen Familien angeboten hätten. Er habe seinen Eltern vorgelogen, dass er als Wanderarbeiter nach Iran gehe. Alle drei Monate kehre er heim, bringe seiner Familie Geld. Nurullah sieht sich selbst als Diener: „Der Junge gibt mir Befehle, er sagt, wenn ich ihm warmes Wasser zum Baden machen oder Eier kochen soll. Er will immer neue Kleider und das beste Essen. Das ist sein gutes Recht, denn wir verlangen ja auch, dass er für uns tanzt.“ Zugleich sei er für den Schutz des Jungen verantwortlich, sagt Nurullah, „damit kein anderer Kommandeur ihn entführt“.

Man will kein Aufsehen

Bei der Staatsanwaltschaft in Kundus sprechen öfters Frauen vor, die ihre Ehemänner anzeigen wollen, weil diese sich einen Tanzknaben halten. Von solchen Problemen kann auch Nurullah berichten. „Der Kommandeur gibt mehr Geld für seine Frau als für den Jungen aus, damit sie sich nicht beschwert“, sagt er. Wenn bei einem Tanzknaben der Bartwuchs einsetzt, wird er uninteressant, vielen bleibt dann nur der Weg in die Prostitution. Es kommt aber auch vor, dass die Beziehung des Knaben zum Knabenspieler ein Leben lang hält. „Wenn er loyal ist, kann er Assistent des Kommandeurs werden“, sagt Nurullah. „Oder er wird mit einer seiner Töchter verheiratet.“
In Kabul ist gerade eine Ausstellung zu sehen, die einen Tabubruch darstellen könnte. Der Fotograf Ali Batoor zeigt dort Bilder dreier Männer, die früher Tanzknaben waren und sich heute als drogensüchtige Bettler, Stricher und Auftragstänzer durchschlagen. Einer wurde entführt, ein anderer von seiner Stiefmutter vor die Tür gesetzt. Auf den Fotos sind alternde Jünglinge zu sehen, die Lippenstift und Kajal auftragen und sich mit der Pinzette die Barthaare ausreißen. Im Publikum sitzen vollbärtige Männer mit Turbanen, die die Tänzer selig oder gierig anstarren, und Familienväter, die ihre Söhne mitgebracht haben. Das Kulturhaus, in dem die Bilder gezeigt werden, hat jedoch die afghanischen Medien nicht informiert. Man will kein Aufsehen. „Er setzt sein Leben aufs Spiel“, sagen Menschenrechtler in Kabul über Ali Batoor anerkennend.
Der Polizeichef mit den Handyvideos versteht die Aufregung um die Tanzknaben nicht. Auf RTL - der Sender ist in Afghanistan über Kabel zu empfangen - habe er nackte Frauen gesehen, die sich vor der Kamera räkeln. In Afghanistan sei das undenkbar, sagt er abschätzig. „Selbst wenn wir afghanische Frauen finden würden, die bereit wären, für uns zu tanzen, würde die Regierung sofort einschreiten.“
Text: F.A.S.
Bildmaterial: laif