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Mittwoch, 15. Februar 2012

"Da wurde mir klar dass der Staat mich tatsächlich töten will" - 20 Jahre in einer US-Todeszelle

 
Vor über 20 Jahren wurde Debra Milke in Arizona zum Tode verurteilt. Laut Anklage soll sie einen Mann dazu angestiftet haben, ihren damals vierjährigen Sohn zu erschießen. Besonders skurril: Ihr angebliches Geständnis basiert allein auf dem Gedächtnisprotokoll eines Sheriffs.


Von Irmtraud Richardson
Die verzweifelte Hoffnung der Debra Milke, genannt Debbie, die vor etwas mehr als 20 Jahren zum Tode verurteilt wurde. Sie hofft, dass die Berufungsrichter in San Francisco jetzt in letzter Instanz das Todesurteil aufheben, ihr das Leben schenken.

Seit ihrer Verurteilung lebt Debbie in der Todeszelle des Perryville State Prison im US-Bundesstaat Arizona. Eine graue Zelle: Schlafpritsche, Schreibtisch, Fernseher, Toilette, Waschbecken. Durch schmale Sehschlitze sieht sie auf der einen Seite ihrer Zelle die Wüstenlandschaft Arizonas, auf
der anderen Seite den Innenhof. Das ist Debbies Welt, die Welt der Gefangenen Nummer 83 533. Seit mehr als 20 Jahren ist sie in Einzelhaft, ohne Kontakt zu anderen Gefangenen. Verlässt sie ihre Zelle zum Duschen oder zum Rundgang im Hof, werden die anderen Insassen eingesperrt.

"Ich könnte mich unter meiner Decke verkriechen und mich bemitleiden - aber das bringt mich auch nicht schneller hier raus."

Trotz 20 Jahren Isolationshaft ist Debbie Milke ungebrochen und kämpft um ihre Freiheit, träumt von dem Moment, da sich die Gefängnistore öffnen und Familie und Freunde sie umarmen.

"Die Erinnerung an meinen Sohn gibt mir Kraft, weil gegen
meinen Sohn und mich ein Verbrechen begangen wurde. Der Staat hat sich nicht für die Wahrheit interessiert, dafür, was meinem Sohn wirklich passiert ist. Mein Sohn und die Erinnerung an ihn, das ist es, was mich am Leben hält."


Debra Milke ist jetzt 47 Jahre alt. Auch als sie noch in Freiheit war, hatte sie nicht viel Glück - ihre Ehe scheiterte, das Geld war knapp. Und dann wurde Weihnachten 1989 ihr vierjähriger Sohn Christopher ermordet. Er wurde von Debbies ehemaligem Freund Jim Styers erschossen. Aus Rache vermutet Debbie, weil sie aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen war und einen neuen Partner hatte. Styers, sein Kumpel Roger Scott, der bei der Tat dabei war, und später dann auch Debbie wurden festgenommen. Es kam zum Prozess. Anfang 1991 wurde Debbie Milke vom Gericht zum Tode verurteilt.

Die zwölf Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass sie Jim Styers und Roger Scott dazu angestiftet hätte, ihren vierjährigen Sohn Christopher zu töten. Der Grund - laut Anklage - Debbie fühlte sich als Mutter überfordert, Christopher wäre ihr zu viel geworden. Und sie wäre habgierig, hätte die Lebensversicherung für den kleinen Christopher in Höhe von 5000 Dollar kassieren wollen, die ihr Arbeitgeber für sie abgeschlossen hatte. Kernstück der Anklageschrift ist ein Gedächtnisprotokoll des Sheriffs Armando Saldate, der erklärte, Debbie hätte während der ersten Vernehmung die Tat gestanden. Und er wiederholte dies unter Eid auf dem Zeugenstand. Die Geschworenen glaubten ihm. Die Sache hat nur einen Haken - für dieses sogenannte Geständnis gibt es keinerlei Belege, weder ein schriftliches, von Debbie unterschriebenes Dokument, noch eine Audio- oder Videokassette, nur eben das Gedächtnisprotokoll von Armando Saldate.

Debbie beteuerte von Anfang an, dass sie nie ein solches Geständnis abgelegt hätte. Es stand Aussage gegen Aussage. Doch für die Geschworenen in Arizona schien der Grundsatz "Im Zweifel für den Angeklagten" nicht zu gelten. Ihr Spruch: schuldig! Zwei Jahre nach der Ermordung von Christopher wurden Jim Styers, Roger Scott und Debra Milke zum Tode verurteilt.

Bei Roger Scott wurde zwischenzeitlich eine Schizophrenie diagnostiziert und die Todesstrafe in lebenslange Haft umgewandelt. Die Berufung des Todesschützen Jim Styers hatte keinen Erfolg, er soll hingerichtet werden. Die Stimmung im Gerichtsaal wurde damals angeheizt durch einen ehrgeizigen Staatsanwalt namens Noel Levy, der bei der Urteilsverkündung felsenfest von der Schuld der Angeklagten überzeugt war. Als ich ihn im Sommer 2000 besuchte, sagte er:

"Ich stand während des Kreuzverhörs direkt neben ihr, so wie ich jetzt Ihnen gegenüber sitze. Ich habe ihr in die Augen geschaut und ich sah den Tod."

Objektive Wahrheitsfindung hört sich anders an. Im Sommer des Jahres 2000 habe ich das erste Mal mit Debra Milke reden können - 45 Minuten per Telefon. Ich saß im Büro ihrer Anwälte in Phoenix, Arizona. Und ich konnte sie damals kurz sehen, bei meinem in letzter Minute genehmigten Besuch im Perryville State Prison - durch die schmale Scheibe in der grauen Stahltür ihrer Zelle.

"Sie haben dich reingelassen? Ich bin total schockiert."

Im Sommer des Jahres 2000 lebte sie bereits seit knapp zehn Jahren in der Todeszelle - in totaler Isolation. Das Berufungsverfahren lief bereits, Debbie machte sich Hoffnung auf eine baldige Wiederaufnahme:

"Es gibt keinerlei handfeste Indizien dafür, dass ich an dem Verbrechen beteiligt war. Man kann doch sowas nicht aus dem Blauen heraus behaupten. Meine Verurteilung basiert ausschließlich auf einem fünfseitigen Polizeibericht, den Saldate als Geständnis präsentierte. Das ist alles."

Debbie ist überzeugt davon, dass ihr Gegenspieler, Sheriff Saldate, sie vernichten wollte:

"Das sogenannte Geständnis hat er frei erfunden, das ist so offensichtlich. Bei jedem anderen hält er sich an die Vorschriften, nur bei mir nicht. Und dann sorgt er dafür, dass es keine Zeugen gibt, dass kein Tonbandgerät da ist, dass niemand sonst in dem Raum ist. Und dann drei oder vier Tage später behauptet er, er habe ein Geständnis. Aber er hat nichts, was das belegt, nicht einen einzigen Beweis für diese Behauptung."

Das ist jetzt, in der letzten Phase der Berufung vor dem Bundesgericht in San Francisco, von großer Bedeutung. Denn der Verdacht liegt nahe, dass Debbie ihr verfassungsmäßiges Recht auf einen Anwalt verweigert wurde. Die Berufungsrichter müssen darüber befinden.

Als ich sie im Sommer 2000 das erste Mal besuchte, war Debbie mit den Nerven völlig am Ende, die Erinnerung an ihren ermordeten kleinen Sohn schmerzte sehr, aber sie mochte nicht drüber reden:

"Das ist etwas sehr Persönliches. Natürlich denke ich an ihn, jeden Tag, die ganze Zeit. Ich bin sehr erschöpft und müde. Sie nahmen mich ins Fadenkreuz, ich weiß nicht, warum, aber so war es."

Und sie stand damals unter Schock, denn wenige Monate zuvor hatte die Gefangene 83 533 unerwarteten Besuch in ihrer Todeszelle bekommen - ein Arzt wollte ihre Venen prüfen - für die Giftspritze. Ein erster Termin für die Hinrichtung war bereits angesetzt, doch er wurde später dann verschoben. Das Berufungsverfahren dauerte länger als erwartet.

"Ich dachte, jetzt wird es wirklich Ernst. Als dieser Arzt kam, wusste ich erst gar nicht, was der wollte. Er legte eine dieser Manschetten um meinen Arm und sagt, dass er meine Venen überprüfen müsse. Da bin ich zusammengebrochen. Da wurde mir klar, dass der Staat mich tatsächlich töten will."

"Mein allerletzter wirklich schlimmer Albtraum war: Ich habe diese Hinrichtung bis in jedes Detail selbst an mir erlebt. Ich weiß nicht, ob man das jemand überhaupt glaubhaft machen kann, aber das war so. Ich hab mich auf dem Boden neben meinem Bett wiedergefunden in so einer Panik. Das kann man keinem Menschen beschreiben."

Renate, Debbies Mutter, kämpft seit Jahren unermüdlich dafür, dass Debbie freikommt. Sie hat ein Buch geschrieben und sich immer wieder mit Appellen an die Öffentlichkeit gewandt. Anfangs hatte sie Zweifel an Debbies Unschuld, vor allem, weil während des Verfahrens Debbies Vater und ihre Schwester Sandy gegen Debbie aussagten. Doch das änderte sich, als Renate damit begann, die Gerichtsakten und -protokolle sorgfältig zu studieren. Und sie macht sich Vorwürfe, nicht von Anfang an an Debbies Unschuld geglaubt zu haben. Eine renommierte Anwaltskanzlei in Phoenix hat vor einiger Zeit den Fall Debra Milke ehrenamtlich übernommen, ohne Bezahlung. Der Chef der Kanzlei, Mike Kimmerer:

"Was würden Sie davon halten, wenn Sie durch solche Beweise zum Tode verurteilt würden? Die gesamte Beweisführung basiert allein auf der Aussage eines Polizisten, was angeblich in einem Raum gesagt wurde und an was er sich gar nicht mehr ganz genau erinnerte."

Regelmäßig wird Debbie von ihren Anwälten über den aktuellen Stand des Berufungsverfahrens auf Bundesebene unterrichtet. Zuständig ist das 9th circuit in San Francisco. Meistens spricht die Berufungsanwältin Lori Voepel mit Debbie Milke:

"Sie hat noch immer Hoffnung, aber der ausstehende Beschluss des Berufungsgerichts stellt eine große Belastung dar."

Debbie ist inzwischen absolut davon überzeugt, dass die Verhandlung für sie positiv ausgehen wird; sie hat bereits eine offizielle Erklärung für die Medien vorbereitet, die sie nach ihrer Entlassung verteilen will. Im Juni letzten Jahres bin ich wieder in Phoenix, kann diesmal Debbie aber nicht im Gefängnis besuchen - die Sicherheitsbestimmungen sind verschärft worden - ich darf aber mit ihr telefonieren:

Ihrer Depression ist Zuversicht gewichen. Sie glaubt inzwischen an ein gutes Ende. Doch 7300 Tage und Nächte in der Todeszelle, in Einzelhaft, mit der drohenden Hinrichtung vor Augen - wie hält ein Mensch das aus?

"Ich habe ja bestimmte Gewohnheiten. Die brauche ich, nur so komme ich über die Runden. Ich lese sehr viel, zum Beispiel über Geschichte, dazu hat man ja normalerweise keine Zeit. Als ich auf der High School war, habe ich Spanisch gelernt, das habe ich jetzt verbessert; hier ist das fast wie eine zweite Umgangssprache. Ich tue vieles, um mich geistig fit zu halten, so fit wie möglich. Als ich ins Gefängnis kam, hatte ich keine Ahnung vom Justizwesen, weil ich nie etwas damit zu tun hatte. Als ich ins Gefängnis kam, wollte ich deshalb die Juristensprache lernen, um alles zu verstehen. Und ich höre Musik, bei der man meditieren kann. Und ich versuche, auch körperlich fit zu bleiben - ich laufe jeden Abend, so eine halbe bis dreiviertel Stunde."

Regelmäßig fliegt Renate von Deutschland nach Arizona, um ihre Tochter im Gefängnis zu besuchen - ein Besuch, der für Debbie stets mit einer Tortur beginnt. Die Mutter leidet mit:

"Sie kommt ja gefesselt hinein, wird da von Wächtern hingeführt, in Ketten, Hände an Handschellen und die an der Bauchkette gefesselt, und da wird sie dann reingeführt und dann wird ihr eine Handschelle aufgemacht, so dass sie den Hörer von dem Telefon greifen kann. Sie sitzt hinter einer schusssicheren Glasplatte, und wir sitzen davor. Und wir haben dann außen einen Telefonhörer, sie sitzt dann sehr verkrümmt dort, weil die Telefonschnur nicht lang genug ist und die Bauchkette leider zu kurz, aber wir stören uns nicht daran."

Pat Galbraith ist ein alter Freund von Renate. Er wohnt in einem Vorort von Phoenix. Seit 20 Jahren besucht er Debbie mindestens einmal im Monat. Er ist ihre Verbindung nach draußen, und er trägt dazu bei, dass ihr Leben hinter den Gefängnismauern irgendwie erträglich ist.

"Momentan ist sie positiv gestimmt und voller Hoffnung. Sie glaubt, dass sie unschuldig ist. Sie glaubt an sich und schwankt kein bisschen."

Und es ist in diesen 20 Jahren ein kleines Wunder geschehen: Debbie hat im Gefängnis eine Freundin gefunden, ihre Zellennachbarin Wendy. Auch sie ist eine Todeskandidatin, seit fünf Jahren auf der "death row", im Todestrakt. Pat will nicht genau verraten, wie die beiden in Kontakt treten, nur so viel:

"Sie reden miteinander, aber nicht wie wir miteinander reden. Sie können durch die Lüftungsschlitze miteinander reden. Jemanden zu haben, mit dem man reden kann, das ist wichtig."


Pat Galbraith erzählt mir, dass Debbie inzwischen eine Art Vorbild für ihre Mitgefangenen ist.

Als Debbie 1991 zum Tode verurteilt wurde, war sie 27 alt, ein dunkler Lockenkopf. Etwas mehr als 20 Jahre später ist sie grau geworden.

"Sie kann es kaum erwarten, in einen Schönheitssalon zu gehen, wenn sie rauskommt."

Für Debbie geht es jedoch um etwas Grundsätzlicheres als um eine neue Haarfarbe:

"Ich will diese 20 Jahre Gefängnis von mir abschrubben - ich
will wieder eine Frau sein."


Ob es je dazu kommen wird, dass sich Debra Milke in ihrem Leben noch einmal wie eine Frau fühlen kann, eine Frau in Freiheit, das hängt jetzt von drei Männern ab: den Richtern des Bundesberufungsgerichtes, des 9th circuit in San Francisco. Das ist die letzte Instanz. In diesem Berufungsverfahren geht es im wesentlichen um einen Punkt:

"Es geht dabei vor allem um die Frage, ob Debra freiwillig, wissentlich und im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte auf ihre sogenannten "Miranda rights" verzichtet hat - das ist das Recht auf einen Anwalt und das Recht, während der Vernehmung durch die Polizei zu schweigen. Darauf konzentrieren sich die Berufungsrichter."

Und da steht Aussage gegen Aussage. Debbie beteuert, sie habe nicht auf ihre Rechte verzichtet, sondern habe schon bei der ersten Vernehmung einen Anwalt verlangt. Sheriff Saldate behauptet das Gegenteil. Er hatte vor Gericht ausgesagt, Debra Milke hätte gestanden. Die Richter in San Francisco haben schon während der mündlichen Verhandlung erkannt - es
geht vor allem um die Glaubwürdigkeit von Sheriff Saldate. Debbie, ihre Mutter, ihre Freunde und Anwälte hatten gehofft, dass die Richter noch Ende 2011 eine Entscheidung fällen. Doch diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Noch gibt es keine Nachricht vom Berufungsgericht in San Francisco.

"Es ist hart, weil viele der jungen Leute, die hier arbeiten, so alt sind wie mein Sohn jetzt wäre. Es ist für mich ganz schwierig zu sehen, wie sie hier arbeiten, mit ihnen zu tun zu haben, ohne zu weinen."

Das Warten auf die Entscheidung ist kaum zu ertragen, die Nerven aller sind angespannt. Debra Milke hat bald die Hälfte ihres Lebens in der Todeszelle verbracht. Trotzdem lässt sie sich nicht entmutigen, hofft weiter, dass ihr die Berufungsrichter ihr Leben und ihre Freiheit zurückgeben.

"Debra ist eine erstaunlich starke Frau. Ich habe die größte Hochachtung vor ihr. Sie hat es geschafft, unter schwierigsten Umständen im Gefängnis zu überleben und ihre Hoffnung nicht aufzugeben."

"In der Welt gibt es so viele Probleme, große und kleine. Letzten Endes kommt es für jeden von uns doch nur darauf an, wie wir damit fertig werden. Du hast die Wahl."

Debra Milkes Zukunft, ihr Leben, liegt jetzt, nach einem 20-jährigen juristischen Marathon, in den Händen der Berufungsrichter. Entscheiden sie gegen Debbie, glauben sie Sheriff Saldate und seiner Story von Debbies Geständnis, heben deshalb das Todesurteil nicht auf und gibt es kein neues entlastendes Beweismaterial - dann, so die düstere Prognose ihrer Anwältin Lori Voepel, wird Debra Milke hingerichtet. Auch nach so langer Zeit.

Sonntag, 22. Januar 2012

Nazi-Arzt Josef Mengele: Todesspritze überlebt - News Inland - Bild.de

In ihrer US-Heimat hat Eva Mozes Kor ein kleines Holocaust-Museum eingerichtet, „damit wir nicht vergessen und aus der Vergangenheit lernen“

Eva Mozes Kor

Quelle: http://www.bild.de/news/inland/konzentrationslager/ich-hab-mengeles-todesspritze-ueberlebt-teil-2-22214264.bild.html

Als Zehnjährige wurde Eva Mozes Kor von dem Nazi-Arzt Dr. Josef Mengele für Menschenversuche missbraucht. Kommende Woche wird sie zum Holocaust-Gedenktag in das Land ihrer Peiniger zurückkehren. BILD am Sonntag traf die Frau, die dem Teufel entkam.

Es ist ein Moment, der sich in ihre Seele gebrannt hat. Mehr als alles Grauen, das sie ertragen musste. Wenn Eva Mozes Kor an die zehn schlimmsten Monate ihres Lebens denkt, dann erscheint ihr das Bild einer jungen Frau.

Den Blick voll von Liebe, einen Arm mit nur schwer unterdrückter Trauer nach ihr und ihrer Zwillingsschwester Miriam ausgestreckt, die doch längst außer Reichweite sind. Es war im Mai 1944, auf der Selektionsrampe von Auschwitz. „Es war das letzte Mal, dass ich Mama sah“, sagt Eva Mozes Kor.

Zehn Jahre alt war sie damals. Sie wusste nicht, dass ihre Mutter und auch ihr Vater und ihre beiden älteren Schwestern dem Tode geweiht waren.

„Wenn ich es gewusst hätte“, sagt sie heute, „wenn ich erfasst hätte, was in dem Lager vorging, hätte ich es dort nicht ausgehalten. Es hätte all die Kraft von mir genommen, die ich brauchte, um zu überleben.“ So aber wuchs aus der Sehnsucht nach ihrer Mutter, der Hoffnung, mit der ganzen Familie nach Hause zurückzukehren, der Wille, noch die schrecklichsten Heimsuchungen zu überstehen.

„Ich lief ja über Tote, die am Boden lagen, und ich roch den Gestank von verbranntem Fleisch, aber es kam kein Gedanke darüber an mich heran“, erzählt sie. „Meine Gedanken galten der Frage, wo ich ein Stück Brot herbekomme.“

Eva Mozes Kor, die am 31. Januar vor 78 Jahren in Siebenbürgen geboren wurde, lebt heute in den USA, in der Kleinstadt Terre Haute in Indiana. Ihr Mann Mickey Kor hat den Holocaust ebenfalls überlebt, und weil der Soldat, der ihn aus dem KZ befreit hat, aus Terre Haute kam, ist er dort hingezogen, weil er meinte, dort müssten gute Menschen wohnen. Zwei erwachsene Kinder hat das Paar.

Eva, wie sie alle nur nennen sollen, hat bis vor Kurzem als Immobilienmaklerin gearbeitet, und sie betreibt ein kleines Museum mit Bildern, Briefen und Artefakten aus Auschwitz. Sie ist eine kleine Person mit blond gefärbter Dauerwelle und einer Vorliebe für Hosenanzüge in leuchtenden Farben.

Besuchern demonstriert sie gern, wie sie Käsesandwiches mit dem Bügeleisen zubereitet. Und obwohl sie weder deutsch reden noch hören mag, weil sie die Sprache an den Kommandoton der Nazis erinnert, gerät sie sogleich ins Schwärmen: von „wunderschönen Städten“, der Hilfsbereitschaft deutscher Taxifahrer, dem ICE. Eva Mozes Kor hat nichts gegen die Deutschen. Mehr noch: Sie hat ihnen verziehen.

Allen. Sie sagt: „Ich trug die Wunden, die sie mir zugefügt haben, lange mit mir herum, bis ich einen Weg zur Heilung fand – durch Vergeben.“

Dieser Schritt, sagt sie, habe ihr Frieden gegeben. Und er ist umso bemerkenswerter, wenn man weiß, dass sie damit nahezu alle anderen Auschwitz-Überlebenden gegen sich aufgebracht hat.

Und er ist umso unglaublicher, wenn man ihre Geschichte kennt: Eva und Miriam Mozes gehörten zu den sogenannten „Mengele-Zwillingen“. Geschwisterpaaren, die vom Tod in der Gaskammer verschont, aber für die grauenvollen und sehr oft tödlichen medizinischen Experimente des KZ-Arztes und Rassenhygienikers Josef Mengele aussortiert wurden.

Josef Mengele. Kriegsverbrecher, Massenmörder, Inkarnation der nationalsozialistischen Menschenverachtung. Er wurde nie belangt; angeblich starb er 1979 bei einem Badeunfall in Brasilien. Ein Mann, der, wie sich Eva Mozes Kor erinnert, „aussah wie ein Filmstar und Opernmelodien summte“ und von „meinen Kindern“ sprach.

Literweise zapfte er ihnen Blut ab, „oft bis wir ohnmächtig wurden“, um es dann Schwangeren zu injizieren. Ganze Batterien von Spritzen rammte er in ihre Körper, oft mit Krankheitserregern infiziert; und sobald das Kind starb, brachte er auch den anderen Zwilling um, um eine vergleichende Autopsie an beiden vorzunehmen.

Eva sah Kinder, die erblindeten, weil Mengele mit Chemikalien ihre Augenfarbe verändern wollte, Kinder, die versehrt waren oder starben nach Kastration, Amputation, Organentnahme.

Auch Eva Mozes erhielt eine fatale Injektion. Und bekam daraufhin hohes Fieber, Arme und Beine schwollen an, große rote Flecken breiteten sich im Gesicht aus, und sie wurde ins Hospital gebracht, aus dem nie jemand lebend wieder rausgekommen war. „So jung und nur noch zwei Wochen zu leben“, befand Mengele anderntags mit Blick auf ihre Fieberkurve.

Eva Mozes Kor zitiert Mengele auf Deutsch. Dieser Satz ist die andere Erinnerung, die sie nicht loslässt. Er führte dazu, dass die mentalen Schutzmechanismen, die das kindliche Gemüt bis dahin vor dem Horror bewahrten, mit einem Mal wegbrachen – und Eva klar wurde, dass sie und Miriam dem Tod entgegensahen.

„Und da schwor ich mir: Ich werde nicht sterben. Ich will leben. Ich muss leben. Und ich werde Miriam wiedersehen.“

Tatsächlich ging das Fieber nach zwei Wochen wieder runter. Woher die Zehnjährige die Kraft nahm, Mengele „einen Strich durch die Rechnung zu machen“, wie sie sagt, weiß sie nicht. Sie erinnert sich nur daran, immer wieder auf Knien über den Boden gekrochen zu sein, zu schwach, um zu laufen, aber stark genug, um zu wissen, dass am anderen Ende der Baracke eine Wanne mit Wasser steht, das sie dringend brauchte.

Eva und Miriam überleben. Die Rote Armee befreit die beiden vier Tage vor ihrem 11. Geburtstag aus den Fängen von Mengele und seinen Schergen. Es gibt ein berühmtes Bild von diesem Tag, da blickt eine Schar Kinder scheu in eine ungewisse Zukunft.

Ganz vorn: Eva und Miriam, die zu ahnen scheinen, dass diese Zukunft nicht nur Gutes für sie bereithält. Sie werden feststellen, dass ihre Kindheit vorbei ist, weil ihnen „nie mehr nach Spielen zumute“ sein wird. Sie werden erfahren, dass ihre Eltern und Geschwister tot sind und sie deswegen zu einem Onkel ziehen müssen, in ein fernes Land, nach Israel.

Vor allem aber werden sie spüren, dass Mengeles Werk weiterwirkt: Bei Eva wird Tuberkulose diagnostiziert, Miriam, was viel schlimmer ist, wurde offenbar ein Gift injiziert, das ihre Niere nie größer werden ließ als die einer Zehnjährigen.

In den 1980ern wird ihr Leiden lebensbedrohlich; auch eine Transplantation von Evas linker Niere hat keinen Erfolg.

Eine letzte Chance bleibt: Wenn irgendwo dokumentiert wäre, was den Kindern einst gespritzt wurde, dann könnte man ein Gegengift finden. Eva Mozes Kor recherchiert vergebens, und Miriam wird 1993 mit 59 Jahren sterben. Sie stößt bei ihren Nachforschungen jedoch auf einen Mann, der ihr andere Erkenntnisse bringt:

Hans Münch, ein ehemaliger SS-Arzt, der mit Mengele in Auschwitz gearbeitet hatte, nach dem Krieg freigesprochen wurde und sich in Roßhaupten niedergelassen hatte. Sie reist nach Bayern, und sie findet einen gebrochenen Alten vor, der ihr von Depressionen klagt und jammert, dass er keine Nacht schlafen könne.

Eva Mozes Kor lässt sich beeindrucken und – eigentlich unfassbar – lädt Münch ein, sie 1995 zum 50. Jahrestag der Befreiung nach Auschwitz zu begleiten. Er willigt ein. Und Münch begleitet sie nicht nur, er zündet eine Kerze an, „im Gedenken an all die Menschen, die ich sterben sah“, und er unterschreibt eine Erklärung, in der er die Existenz der Gaskammern und den Mord an Tausenden bestätigt.

Da, sagt sie, „fühlte ich so einen starken Drang, ihm zu danken“, dass sie das Undenkbare wagt: Sie vergibt ihm.

Und als sie merkt, wie gut ihr das tut, wie es ihre Seele befreit und sie selbst von der Rolle das Opfers, vergibt sie auch Mengele. Allen Nazis. Allen Deutschen. Ob sie sich darum scheren oder nicht, „das ist deren Problem“, sagt sie, „ich bin frei.“

In der nächsten Woche wird Eva Mozes Kor wieder nach Europa kommen. Sie wird sich in Berlin mit Politikern treffen, mit Schülern diskutieren und aus ihrem Buch „Ich habe den Todesengel von Auschwitz überlebt“ (cbj-Verlag) lesen. Und sie wird auch wieder nach Auschwitz fahren, wissend, dass sie dort auf andere Nazi-Opfer treffen wird, die kein Verständnis für sie haben.

„Dabei haben Opfer eine enorme Macht – die Macht des Vergebens.“

Sie sagt aber auch, dass Vergeben nicht Vergessen heiße. Wie könnte sie je den Moment auf der Rampe vergessen, den Blick der Mutter, den letzten Gruß. Sie zeigt auf ein gerahmtes Zitat in der Eingangshalle ihres Museums.

Es ist von Edmund Burke: „Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun.“

Nie wieder soll ein Kind seiner Mutter entrissen werden.

Sonntag, 15. Januar 2012

Konny Reimann Adresse am Moss Lake in Gainsville TX

So aus Interesse hab ich mich mal dafür interessiert, wo der Konny Reimann mit seinen Konny-Island wohl ist.
Wer sich schon mal anmelden möchte +1 (940) 668-7657
Also der Scheint mit seiner Frau wohl genau hier zu wohnen:

Gainesville, TX 76240

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Sonntag, 1. Januar 2012

NavFree Android – Probleme mit der Installation der Deutschland Karte

Nach dem ich NavFree schon einige Zeit auf dem Samsung i9000 in Benutzung habe und damit sehr gute Erfahrungen gesammelt habe, wollte ich die Software auf dem Samsung Galaxy Y GT-S5360 installieren. Die Installation der Software als solches funktionierte einwandfrei. Nach dem Start wollte ich die Deutschland-Map installieren, doch dafür war, obwohl auf der SD-Karte 1,8GB freier Speicher verfügbar, kein Speicher vorhanden.

  • Diese Lösung brachte Erfolg!
  • NavFree aus dem Android-Market installieren.
  • NavFree starten
  • Kartenmaterial von Österreich installieren
  • NavFree neu starten und Kartenmaterial von Österreich testen – bei Erfolg
  • Kartenmaterial vom i9000 aus /mnt/sdcard/Android/data/com.navfree.android.OSM.ALL/files/UserData/maps
  • in das gleiche Verzeichnis des Galaxy Y GT-S5360 kopieren – also nur die DEU-Map, den ganzen Ordner
  • NavFree neu starten
Falls jemand den Ordner der DEU-Map benötigt. Mail an mich! ca. 750MB

Wer die Karte haben möchte HIER gibts den Link zum Verzeichnis!

Montag, 26. Dezember 2011

Ein Gedi Resort Hotel - Betrug beim CheckOut

Jan 2010 - Urlaub in Israel mit Aufenthalt Ein Gedi Resort
Beim Check Out wollte man uns und unabhängig meinen Eltern mehr Geld abnehmen als eigentlich vereinbart.
Vom Service als solches haben wir nichts negatives erlebt, außer eben bei der Abreise und den Zahlungsmodalitäten. Im unteren Abschnitt wirds dann deutsch!


1st cheat 2nd a Christmas card.
I'm very surprised about you Christmas greetings.
one year ago I wrote to your mayor. I told him/her that the staff at reception would like to cheat me. The woman would like tho cheat me by currency and tax.
My parents independent also leave the Kibbutz at the same day - same story. Collect in USD and changes in shekel.
About my mail at the mayor - I never got an email? This is the service of an HighPriceHotel?!
We never come back! What I've seen is enough - a system of cheats!
Who can confirm it?
Gefällt mir · · 22. Dezember um 17:45 ·

Ein Gedi Resort | ??? ????? ??? ??? shalom Andreas,
I passed the message to the hotel manager,
I'll wait for her answer and make sure that you will get it soon
We're sorry about your feeling, thanks for making our attention
22. Dezember um 19:00 · Gefällt mir
AP Now i found one who is interested about my problem. One I must correct. Our visit was at 2011 2nd part of jan.I will tell you in details what happens. I would like to pay my bill. The room we booked it in USD. An I would like to pay in USD. It was able to pay in USD. But our lunch drinks the receipt I had signed was in shekel without Tax. This I would like to pay in Shekel but I should pay it in USD. I told the staff you will make your own currency exchange rate. At the bill a saw Tax tro pay. Its Normal to bay not the tax for food and drinks in Restaurants in IL as a torist from Europe. My parents payed the bill in USD - Changes they get in Shakel. If yo give 100USD to pay for 90 USD and get 10 shekel back. You will find the wife of staff served me!
Freitag um 13:20 · Gefällt mir
Ein Gedi Resort | ??? ????? ??? ??? Dear Mr P, from your message I understand that there have been irritations upon check out. I would like to clear up possible misunderstandings. You are correct when you say that in Hotel Ein Gedi, amongst other currencies you may also pay in US-Dollar. Indeed, any change you may receive will always be in the local currency – the New Israeli Shekel. That is, because here in Hotel Ein Gedi – like in most places of the world – we do not accept foreign coins. So, typically we would be actually unable to pay out the exact amount in US-Dollar. However, when paying out the change, the rate applied will be the official exchange rate according to the national bank. So, there is no loss for the guest and no gain for the hotel in this procedure. Therefore, I would like to stress that this is not the same rate you get when you buy local currency. In addition to this, any guest is free to hand in Dollar bills that minimize the amount of change to be given. Usually, staff at the reception would clarify these circumstances. In case these explanations were lost in translation or have not been given due to peak-time workload, I would like to express our deep regrets about that!
As far as taxation of tourists is concerned, I would like to point out that tourists in Israel are not generally exempt of VAT in every day transactions. An exception to this are overnight stays in hotels and restaurant/bar bills associated with that. Here, you are free of VAT when the restaurant/bar bill is part of the general hotel bill. That means, to enjoy the privilege of tax free consumption, you must not pay cash on the spot but have it “billed to the room”. To be on the safe side, I checked your bill from January 15th 2010 and found that accordingly, no VAT has been charged. I will be happy to send you a copy of the bill.
I hope I could contribute to clearing up things and that you view your check out from a different angle now. Feel free to contact me via email danielt@ein-gedi.co.il .
vor 8 Stunden · Gefällt mir
Ein Gedi Resort | ??? ????? ??? ??? Lieber Herr P, Ihrer Nachricht entnehme ich, dass es beim Check-out zu Irritationen gekommen ist. Ich moechte mein bestes tun, moegliche Missverstaendnisse aufzuklaeren. Sie schreiben ganz richtig, dass bei uns im Hotel Ein Gedi unter anderem auch mit US-Dollar gezahlt werden kann. Sofern Sie bar mit US-Dollar zahlen, ist das Wechselgeld jedoch tatsaechlich in Shekeln – und zwar immer. Das liegt auch daran, dass - wie ueberall im Ausland ueblich – wir keine auslaendischen Muenzen annehmen und entsprechend den Wechselbetrag regelmaessig gar nicht in US-Dollar auszahlen koennten. Der Kurs, der bei der Auszahlung des Wechselgeldes zugrundegelegt wird, ist jedoch der offizielle Kurs der Landesbank – fuer den Kunden also nicht nachteilig und fuer das Hotel “ohne Gewinn”. Ich weise ausdruecklich darauf hin, dass es nicht der unguenstigere Kurs ist, der beim Kaufen von Shekeln angewendet wird. Es steht freilich auch jedem Gast frei, die Dollarnoten derart zu geben, dass der Wechselbetrag moeglichst gering ausfaellt. Typischerweise weist das Rezeptionspersonal auch auf diese Umstaende hin. Selbstverstaendlich kann es auf Grund von Verstaendigungsschwierigkeiten oder auch aufgrund von Spitzen in der Arbeitsbelastung dazu kommen, dass nicht immer alle Hinweise so gegeben werden, wie dies wuenschenswert waere. Sollte es in diesem Fall so gewesen sein, so entschuldige ich mich im Namen des Hotels dafuer ausdruecklich!
Hinsichtlich des Sachverhalts “Steuern” ist es so, dass grundsaetzlechich Touristen in Israel in Restaurants – wie auch sonst zu den meisten Alltagsgelegenheiten – von der Umsatzsteuer nicht befreit sind. Eine Ausnahme hiervon bilden Hoteluebernachtungen, sowie der Verzehr in Hotelrestaurants u. –bars, allerdings auch nur, wenn die Rechnung “auf das Zimmer geht”. Wenn also nicht unmittelbar bar gezahlt wird, sondern der Verzehr Teil der Hotelrechnung wird. Um ganz sicher zu gehen, habe ich mir Ihre Rechnung vom 15. Januar 2010 aufgerufen und kontrolliert – ordnungsgemaess wurde dort keine Steuer berechnet. Gern sende ich Ihnen diese Rechnung noch einmal zu!
Ich hoffe, dass ich zur Aufklaerung beitragen konnte und Sie Ihren Check-out in einem anderen Licht sehen. Ich stehe Ihnen gern unter danielt@ein-gedi.co.il als Ansprechpartner zur verfuegung.
vor 7 Stunden · Gefällt mir
AP ?>Hinsichtlich des Sachverhalts “Steuern” ist es so, dass grundsaetzlich >Touristen in Israel in Restaurants – wie auch sonst zu den meisten >Alltagsgelegenheiten – von der Umsatzsteuer nicht befreit sind. Eine >Ausnahme hiervon bilden Hoteluebernachtungen, sowie der Verzehr >in Hotelrestaurants u. –bars, allerdings auch nur, wenn die >Rechnung “auf das Zimmer geht”. Wenn also nicht unmittelbar bar >gezahlt wird, sondern der Verzehr Teil der Hotelrechnung wird. Um >ganz sicher zu gehen, habe ich mir Ihre Rechnung vom 15. Januar >2010 aufgerufen und kontrolliert – ordnungsgemaess wurde dort >keine Steuer berechnet. Gern sende ich Ihnen diese Rechnung noch >einmal zu!
Ich habe nach einigen Diskussionen und einigen Minuten auch endlich die korrekte Rechnung erhalten. Ursprünglich sollte ich die Rechnung mit Tax zahlen und das sowohl auf Getränke als auch auf die Übernachtungen. Wenn das der Fall gewesen wäre, dann kann man doch sagen das ich zu viel gezahlt hätte. Da ich selbst in Deutschland selbstständig bin durchblicke ich die Regelungen und Rechnungen. Ohne dies zu unterstellen, könnte man nach dem der Gast das Hotel verlassen hat die Rechnung abändern (ohneTax) und die Tax nicht an das Finanzamt abführen (weil nicht nötig - der Gast ist ja Taxfree) und die überzahlte Summe in die eigene Tasche stecken.

>Sofern Sie bar mit US-Dollar zahlen, ist das Wechselgeld jedoch >tatsaechlich in Shekeln – und zwar immer. Das liegt auch daran, dass >- wie ueberall im Ausland ueblich – wir keine auslaendischen >Muenzen annehmen und entsprechend den Wechselbetrag >regelmaessig gar nicht in US-Dollar auszahlen koennten.

Das ist logisch und würde von mir voll akzeptiert werden! Ich habe mit Kreditkarte gezahlt.

In meinem Fall wäre es aber so gewesen, dass ich die Belege aus dem Restaurant für Getränke in NIS ohne Tax in USD+Tax hätte zahlen sollen. In meinem Fall wurde ich genötigt Getränke für die der Preis in NIS vereinbart und bestätigt war in USD+Tax zu zahlen. Das ist für den Gast völlig intransparent. Auf Grund meiner Beharrlichkeit wurde mir dann auch gewährt meine Getränke in NIS ohne Tax zu zahlen und das Hotelzimmer in USD ohne Tax, weil der Preis auch in USD vereinbart war.

Wenn ich als Gast mich mit dem Hotelier auf einen Preis in einer Währung einige, dann muss es auch unbedingt so sein, dass in der vereinbarten Währung gezahlt wird sonst unterliegt die Vereinbarung der Währungsschwankung.

Man kann sagen, dass ich, wenn ich nicht so beharrlich gewesen wäre auf jeden Fall zu viel gezahlt hätte. Das die Rechnungen heute korrekt sind ist darauf zurückzuführen, dass ich den Betrug am CheckOut sofort bemerkte und ich mich geweigert habe die ursprünglich gestellte Rechnung zu zahlen.

Im Falle meiner Eltern kann ich berichten, dass am gleichen Tag ebenfalls der CheckOut von denen stattfand. Sie zahlten das Zimmer in USD und sollten NIS als Wechselgeld bekommen. Nur die Rechnung war so Beispiel: Rechnung 390US$ Cash 400US$ Change 10NIS

Ich war bei diesem Vorfall nicht dabei, da wir das Hotel schon verlassen haben, aber nach meinen Erfahrungen halte ich das im Ein Gedi Resort für möglich.

Zusammenfassend muss ich leider immer noch davon ausgehen, dass zumindest an dem Tag, an dem wir und meine Eltern das Hotel verlassen haben nicht alles korrekt zugegangen ist. Es bleibt nur zu hoffen die verantwortliche Mitarbeiterin über meine Beschwerde in Kenntnis zu setzen und eine Verwarnung auszusprechen. Es ist der Ruf des ganzen Kibbuz der durch wenige Mitarbeiter in Misskredit gebracht wird.

Montag, 5. Dezember 2011

KenFM über 9/11 - die Terrorlüge wird 10 Jahre alt!

Die Terrorlüge des 9/11.

Es ist schon der Hammer sich in einer 1/4 Stunde alle Fakten komprimiert in die Ohren drücken zu lassen die die offizielle Version der Mainstream-Medien in ihren Gründen zu tiefst erschüttern.

Sonntag, 2. Oktober 2011

„Besetzt die Wall Street“: 700 Festnahmen bei Protesten auf Brooklyn Bridge

Bei einer Kundgebung in New York gegen zunehmende Armut und die Macht der Banken hat die Polizei mehr als 700 Demonstranten vorübergehend festgenommen. Sie hatten zuvor die Brooklyn Bridge blockiert. Nach stundenlanger Unterbrechung wurde die berühmte Hängebrücke wieder für den Verkehr freigegeben.

Die Polizei sorgt auf der Brücke für Ordnung: Dieser  Teil der Brücke ist eigentlich für Fußgänger gesperrt.Die Polizei sorgt auf der Brücke für Ordnung: Dieser Teil der Brücke ist eigentlich für Fußgänger gesperrt.
02. Oktober 2011
In New York hat die Polizei mehr als 700 Anti-Wall-Street-Demonstranten festgenommen, die die Brooklyn Bridge blockiert hatten. Nach stundenlanger Unterbrechung wurde die berühmte Hängebrücke zwischen den Stadtteilen Manhattan und Brooklyn erst am Samstagabend (Ortszeit) wieder für den Verkehr freigegeben. Die meisten der Festgenommen wurden nach Polizeiangaben wieder auf freien Fuß gesetzt, nachdem sie gerichtliche Vorladungen erhielten. Sie hatten bei einem Demonstrationszug den Fußweg der vielbefahrenen Brücke verlassen und waren auf die Fahrbahn gelaufen.
Die Demonstranten gehören der locker organisierten Protestbewegung „Besetzt die Wall Street“ an, die in New York seit zwei Wochen mit Aktionen für Aufsehen sorgt. Sie wollen mit ihren Aktionen nach eigenen Angaben gegen die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich in Amerika protestieren - insbesondere gegen Zwangsversteigerungen von Häusern durch Banken, die hohe Arbeitslosigkeit sowie die Milliarden-Hilfen für Geldhäuser während der Finanzkrise. Die Demonstranten sind über die Internetseite occupywallst.org vernetzt.
Demonstranten, die den Fußweg der Brooklyn Bridge benutzt haben, wurden nicht festgenommen.Demonstranten, die den Fußweg der Brooklyn Bridge benutzt haben, wurden nicht festgenommen.
Ihr Lager haben die Protestler in einem Park aufgeschlagen, das sich nahe des bei den Anschlägen des 11. September 2001 zusammengestürzten World Trade Center befindet. Eine geplante symbolische Besetzung der Wall Street wurde von der Polizei mit einem massiven Aufgebot verhindert. Diesmal hatten die Demonstranten daher beschlossen, zur Brooklyn Bridge zu ziehen. Nach Angaben der Polizei liefen sie zu Hunderten auf die Brücke und blockierten den Verkehr. Einige hätten die Aufforderung der Polizei, die Brücke zu räumen, jedoch befolgt.
Am Freitagabend hatten mehr als 1000 Demonstranten friedlich gegen das aus ihrer Sicht übertrieben harte Vorgehen der Polizei bei einer früheren Aktion protestiert. Eine Woche zuvor hatte die Polizei rund 80 Mitglieder der Bewegung festgenommen, die ebenfalls den Verkehr behinderten.
In Boston gab es Angaben der Polizei vom Samstag zufolge ähnliche Proteste, als eine große Menge am Freitagnachmittag (Ortszeit) vor Büros der Bank of America demonstrierte. Ihr Protest richtete sich unter anderem gegen Zwangsversteigerungen von Immobilien. Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich rund 3000 Menschen an den Demonstrationen, die Polizei gab keine Schätzung ab. Weitere Proteste gab es auch in Chicago und San Francisco. Solidaritätsbekundungen erhielt die Bewegung bislang aus dem Gewerkschaftslager.
Text: Reuters/dapd/AFP
Bildmaterial: AFP, dapd